lten werden. Denn wenn der Saame in der Milch Zeſte vom Froſte berühret wird, ſo verdirbt er, und daß geht nicht auf. Sollte es daher geſchehen, daß eis um Galli bereits Wintertage ſich einſtelleten, ſo „bes iſt es faſt ſicherer, einen Theil der“Waizenauss (gene ſaat bis in den November ſo zu verſparen, daß er mal ſo eben bey offenem Wetter in die Erde gebracht the werde, und, ohne in die Milch zu treten, den
ganzen Winter hindurch ruhig liegen könne. So 1ſf- geſchahe es z. B. im Herbſte 1739, als der frü- Ihen he und ſogenannte harte Winter eintrat. Der
Is in der Milch befindliche Waizen erfror durc<hgäne chor-- gig, und der frühzeitig geſäete und vorlängſt aufs Bin: gegangene ward von der Winterkälte auch meiſtens verdorben. Diejenigen Wirthe aber, die ein
rg Paar Tage vor. dem Eintritt des nicht wieder ' nachlaſſenden Froſtes ihren Waizen erſt eingeſäet het hatten, behielten ihn, weil er erſt nach Ende des Jn Winters in die Milch trat und aufgieng, ſo daß ael, ſie nicht nur reichlich ärndeten, ſondern auch ſehr »0- theuer hernach, den Scheffel für einen Ducaten M und darüber, verkauften. her u.€) Die Saatzeit des Winterrotttens iſt ſich eben» bſt falls nicht überall gleich, Auf leichten Sandfet? dern nimme ſie ſchon auf Egidii, oder zu Anfane- ind des Septembers, ihren Anfang. Auf Mittelbo- zeit den geht ſie 14 Tage vor Michael an, und man iſt ein gern damit 14 Tage nach Michael fertig. Doch 5 währet es auf großen Güthern nod) wohl länger Ad damit.| -es&) Noch macht die beſondere Beſchaffenheit des Bo- Ran dens, da man ihn. in warmen und kalten einthei- ſen, let, und vielmals auf einem einzigen Guthe jd zu vorfömmt, daß man ſic) mit der Saatzeit dar- ver nad)
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