I0 Crſtes Kapitel.
er auf dem Boden nicht dünne und lüftig genug-gele- gen hat. Hat man aber frautartige Ländereyen vor ſich, auf welchen zur Unterdrüung des Unfrauts das Diekeſäen ſchlechterdings nothwendig iſt, ſo kann man ſtarke Einbuße mit altem Roggen leiden, wenn er hies ſelbſt, da er zu dünne aufgeht, und vom Unkraute übermannet wird, ausgeſäet wird. Es iſt doch auf alle Weiſe beſſer lieber friſchen Roggenſaamen, als alten, zu wählen. Jener hat auſſer Zweifel mehr Wachsthumsfraft als dieſer, welches daraus offenbar wird, daß erſterer weit eher aufgeht. Auf großen Güthern aber, wo man meiſtens vor Martini kaum mit vem Squen fertig werden kann, iſt dieſes kein une wichtiger Umſtand, wenn der ſo ſpät geſaete Saame
je geſchwinder je beſſer aufgeht, und nicht von frühen.
Fröſten in der Milc< übereilet und verdorben wird., Und wo die Beſchaffenheit des Ackers das Dünneſäen verſtattet, da muß der Sämann ſich ſo mit friſchem ESaamen einzurichten wiſſen, daß er ihn nicht zu die Ce ausſtreue, mithin.eben ſo ſtarkes Korn erbauet wer- de, dergleichen man von altem Saamen irgendswo ge= wahr geworden, und ſeinen einzigen Grund in dem Dünneſtehen der Saat auf einem vom Unkraut reinern, oder nicht dazu geneigten, Acer gehabt hat.
Man kann aber z. ECE. nach Mißwachsjahren, Froſt- oder Hagelſchaden u. ſ. f. in die-Verlegenheit Fommen, daß man aus der Ferne altes Korn zur Saat hohlen oder fommen laſſen muß. Dieſes kann nun zu alt feyn, daß man nicht weiß, was, oder der wie- vielſte Theil davon, wird aufgehen können. Es iſt da- her nöthig, dergleichen ungewiſjes Saatforn vor dem Ausſäen zu. probiren.
Man nimt gezählte z. B. 100 Körner, legt ſie in die Erde im Garten, oder noch beſſer in einen Kübel
oder
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