Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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5) Ob alter Saame dem jüngern öder dießjäh: rigen vorzuziehen jey?

Es find mir ganze Provinzen bekannt, in wels hen beſtändig alter Waizen ausgeſäet wird, um hie» mit den Brand darunter zu verhüten. Auch finden ſich hin und wieder Ackerwirthe, welche ihren Roggen« ſaamen vom vorjährigen Korne nehmen.

> Zur Abwendung des Brandes unter dem Waizet iſt es nicht ſchlechterdings nothwendig, alten zur Saat zu gebrauchen. Wenn, wie kurz zuvor gelehrt wor» den, der Vordruſch von Garben, welche noch nicht geſchwißet haben, und von dieſen der Vorſprung, welcher auf dem Boden wohl getrocknet worden, ges nommen, dieſer aber, welches doch ſodann überflüſſig ſeyn fann, eingelauget wird, wie ſolches in der Folge mir mehreren beſagt werden wird, ſo hat man alles gethau, was ein! Wirth thun kan, dev das übrige nun einer günſtigen Witterung überlaſſen muß. Es iſt gefährlich, den Waizen auf einem Boden überlie» gen zu laſen, wo ſich) der Kornwurm einmal eingenie- ftet hat, indem man ihn ſehr ſchwer wieder vertreiben kann, da er ſich in dem Waizen mehr, als in andern Getreydearten, halt und vermehret. Und wie ein mehreyxes Maaß wird, wenn Würmer in dem Saat- waizen geweſen ſind, nicht erfordert, um dem damit zu beſäenden Acker ein Genüge zu thun?

Weraſlten Roggen zur Saat dem neuen vorziehet, der gründet ſich gemeiniglich in der Meinung, daß die Saat beſſere oder ſtärkere Stängel treibe. Dieſes kann ſeyn. Es kömmt aber daher, daß die Saat vom al- ten Roggen weit dünner, als die vom neuen, zu ſte- hen kömmt, und daher natürlicher Weiſe mehr wach« ſen muß, Es iſt gewiß, daß kaum der dritte Theil des überjährigen- Roggens aufgehet, beſonders wenn

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