Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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8 Erſtes- Kapitel. 4) Die Erneuerung des Säamens,

Wenn der Saame von fremden Oertern herge- nommen, und ſtatt des ſelbſt erbaueten, ausgeſäet

wirv, ſo heißt dieſes in der Landwirthſchaft die Er-

neuerung des Saamens.

, Bey dieſer Erneuerung des Saamens hat man nicht nur den Zweck, reineren Saamen zu bekommen, ſondern auch hauptſächlich davon mehr und beſſeres Getreyde zu erbauen. Auſſerdem wird auch in man= <en Gegenden von erneuerteim Saamen noch dieſes gefunden, daß er längeres Stroh giebt.

Man muß durd) eigene, oder der Nachbaren, Verſuche die Gegenden kennen, aus welchen der Saa- me mit Vortheil genommen werden kann. Bey mir hat derjenige den Vorzug, welcher, da der hieſize Bo« den warm iſt, aus einem andern gleicher BeſchaFen- heit her iſt, Sehr öftere Werſuche haben es ſattſam erwieſen, daß der Saame aus einem weniger warmen Boden Hieſelbſt ſehr ſchlecht einſchlage. Er giebt für» zer Stroh, beſiaudet ſich weniger, und wird ſpäter reif. Auſſer den wenigern davon eingeärndteten Mandeln oder Schocken ſcheffelt oder ſchüttet er auch weniger. Anders5wo kann es anders ſeyn, wie man es auch wirk» lich hin und wieder in ökonomiſchen Schriften lieſet. Dieſer Verſchiedenheit halber nun müſſen erſt Verſu- <e im Kleinen vorangehen, um nicht aus Mangel Hinlänglicher Erfahrungen zu viel zu wagen.

Kann man aber die Erneuerung des Saamens feines Orts vortheilhaft gefunden haben, ſo muß ſelbi- ge alle drey Jahre wiederhohlet werden, weil der Saa- H nach dieſer Zeit gemeiniglich wieder abzuarten pflegt.

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