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die, im Herbſte auf den Saatäckern mit aufgegangene ſehr fennbare, Radenpflanze im April, bevor das Ge- krayde in die Höhe geht, ausgeſtochen werden. Man ſtellet nämlich auf einem AFerſtücke eine ſolche Anzahl von Leuten an, daß ſie das Ausſtechen in einem einzi- gen Gange auf dem Stücke von oben bis unten hin vollenden können. Sie haben lange, unten breit und ſcharf zugeſchnittene Stäbe in der Hand, womit ſie die Radenpflanze abſtechen. Dieſes geht ſehr hurtig- und leicht von ſtatten, indem beſagte Unfrautspflanze gleich an dem Orte, wo die Blätter über der Erde aufg abgeſtochen wird. Die in der Erde blei- bende jährige Wurzel ſnrbt gleich ab, ohne neue Blät- ter zu treiben, Fehlt es an Zeit und Leuten, auf nur beſagter Art das ganze Feld von Raden zu reinigen, ſo kann es doch auf ſo viel Beeten oder AFerſtücken geſchehen, welche hinreichend ſind, das Saamenge- treyde fünftig auszugeben,
Der Hederichsſaame iſt ungleich kleiner, als die Körner des Sommergetreydes, weßwegen er durch Siebe und Fegen gut davon geſchieden werden fann, Dagegen bleiben die'ſo genannten Hederichsknoten, die Kapſeln oder Behältniſſe des Hederichsſaamens, de- ſto gewiſſer unter dem Sommerkorne, da ſie es an der känge und Dicke übertreffen.“ Wenn daher Gerſte und Haber kurz vor dem Säen in einem mit Waſſer angefüllten Gefäße geſchwemmet und ejnigemal umge- rühret werden, ſo kommen die Knoten zum Abnehmen in die Höhe. Wiederhohlet man dieſes Verfahren ein Paarmal, ſo wird man alle Hederichsknoten nebſt an- dern Unfrautsgeſame z. B, dem Dol< oder Lolch U. ſ. f. können abgenommen haben. Hierauf läßt man das Waſſer von dem Saatgetreyde abiriefen, um es ſofort einzuſäen,
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