Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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blieb, wenn er nicht auf einem eben ſo fetten Boden, als die Muttererde war, wieder ausgeſäet wird.

Aufmerkſame Aerwirthe haben gefunden, daß bey ihnen derjenige Saame am beſten einſchlägt, wel- <her in der Scheune nicht zum Schwißen gekommen iſt. Dieſem kommen ſie damit zuvor, daß ſie den Saatroggen, ſobald er in die Scheune gebracht iſt, ausdröſchen, und auf den Boden bringen laſſen. Hier- ſelbſt wird er nun nicht nur dünne, ein Paar Zoll hoch, aufgeſchüttet, ſondern auch) täglich mit der Harke (Rechen) durchgezogen, und bey dem Durchzuge der Zuft, mittelſt geöffneter Fenſter oder Luken, wohl ge- trocknet, auch bis zur Ausſaat hin, dünne liegen ge- laſſen, ohne ihn zuleßt in Haufen zuſammen zu brin- gen, damit er nicht verhißet werde. An dcm ſo.be- handelten Saamen hat man bemerkt, daß er früher gefeimet und hervor gewachſen, als derjenige, demi es an dergleichen Pflege gemangelt hat.

Noch hat mich vor einiger Zeit ein durch Aufmerk- ſamkeit und ökonomiſche Litteratur ſich ſehr unterſchei- dender Ackerwirth verſichert, wie er ſeine Kornärndte dadurch um ein Vieles vermehret habe, daß er dieje- nigen Kornahren ſeines Feldes vorerſt ausgeſucht und abſchneiden laſſen, welche röthlicht ausſehen, und de« ren Stroh gleichfalls eine etwas röthlichte Farbe ha- be. Er ſey hierauf gekommen, nachdem er von eis- nem Acerwirthe in der Picardie, Hrn. Gaſſelin, go- leſen, daß eres alſo an die 20 Jahre gemacht, und ſtact der ehemaligen 9ooo Garben nun alle Jahre 12000 Garben von beſſern Körnern und längerm Stroh gewinne. Es müſſe aber dieſer Saame alle 7 Jahr erneuert werden, indem er alle Jahr bläſſer wird.== Es iſt was leichtes, die röthlichte ſehr in die Augen fallende Aehren auszuſondern, und ihrer ſo

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