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Vorrede, XV!
Es find aber die aus dem Alterthume auf ans gefommene Witterungsregeln nicht“ von eis rierley Werthe, Die beſten ſind diejenigen, wel- <e nur das Allgemeine der Witterung angeben, ob es unſerm Zeitalter gleich noch übrigiſt; die Ausnahmen davon durch lange fortgeſeßte. Od- ſervationen auszufinden;“ Aber“ auch die mehr ins Beſondere gehende Witterungsregeln ſind geringhaltige Münzen gleichſam, die, da ſie ſo ver« ſchiedenen Gehalts ſind, ausſortiret werden müſſen.
In dieſer: Abſicht, da' unter der Menge die« ſer Bauerregeln jede Gegend, faſt jeder Ort ſei: ne Lieblingsregein angenommen und ſich dare nach richten will, bin ich von einigen angeſehe- nen Oekonomen erinnert worden, ſolche Regeln durchzumuſtern, und ſie-nach ihrer mehrern oder geringern Gültigkeit auszuzeichnen. So willig ich mich dieſer Arbeit unterzogen, ſo ſchr wünſche ich doch, und bitte hiemit Deutſchlands Oekond- men, daß ſie doch“ die ihres Orts vor andern angenommenen Lieblingsregeln ſich: forthin ſo zum Augenmerk nehmen mögen, daß ſie auf ihre vor- fallende Erceptionen, oder Ausnahmen, fleißig Acht haben mögen, und nicht nur. darüber ſchrift- liche Werzeichniſſe, als einen Anhang ihrer Haus- und Wirthſchaftsbücher führen, ſondern auch ihre Verwalter, Hoſmeiſter oder Meyer, Hirten Schäfer, Fiſcher, Jäger, Vogelſteller u. ſ. f Leute, die ſich die meiſte Zeit im Freyen aufhal- ten, gleichfalls dazu ermuntern, und einem dex» ſuiben, oder mehreren zugleich, nur eine oder die
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