Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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XIV
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KIV Vorrede.

ihrentwegen denken, daß ſie wenigſtens doch die meiſte Zeit zugetroffen haben müſſen, weil ſie ſonſt nicht gemacht/noch weniger aber in derFolge mit all- gemeinem lauterm Beyfalle würdenaufgenommen und. beybehalten worden jeyn. Hiebey war aber dieſes: zur beklagen, daß: die Erfinder jolcher Re- geln, benebft ihren: Nachkommen, ganz aus der Acht. ließen, die Exceptionen oder Ausnahmen der Regeln zu bemerken. Auch dieſes iſt zu be- flagen: geweſen; daß die Abſchaffung des Ju- lianiſchen Kalenders, worauf ſich-alle Bauerre- geln gründeten, nicht nur Verwirrung eingefüh- ret; da män anfieng,. dieſe Regeln nach dem Gre- gorianiſchen oder Werbejſerten Kalender, wels -<er von dem erſten um 11 Tage unterſchieden ift, zunehmen; ſo. wie auch dieſes ſolcher Wet- ferprognoſtik ſchr. nachtheilig war. daß, wenn man den Vater der-Naturkunde ſeit der Refor- mation). ich meyne,: den Canzier Baco in Eng- land ausnimmt, faſt Fein einziger Gelehrter in unſerm gegenwärtigen Zeitalter, ſolche Progno»- ſtik: ſeiner Aufmerkſamkeit würdigte. Immit- telſt blieb der vornehme und gemeine Landmann bey ſeinen, ihm vom der Vorwelt überlieferten, Witterungsregeln, unternahm unter ihrer Lei- tung: die wichtigſten Feldarbeiten, als Pflügen, Säen und Aerndten; und blieb immer froh, wenn unter! etwa ro bis 1 2 Fallen ihm dreye oder " viere nicht zutrafen; Genug, ſie konnten oder wolltenihre ſo genannten Bauerregeln' nicht aufge- Ben, weilſie doch inden meiſten Fällen nicht trogen.

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