Vorrede, RY
Stufe Kennzeichen eines guten Fortkommens zu einer guten Aerndte, und man hat viel Hoffnung zu ſelbiger, je beſſer ſie ſich ſchon auf den untern Stufen anläßt. In Anſehung ſelbiger iſt es bey den Landwirthen, wenn ſie vott fremden oder entlegenen Dertern wo zuſammenkommen, immer eine der erſten und angelegentlichſten Frage, wie die Saat ſtehe, oder ſich anlaſſe? Herr v. Münchhauſen hat uns die Kennzeichen einer mehr oder weniger guten Aerndte angegeben, wel- <e am Ende des zweyten Kapitels theils berich» tiget, theils vermehret worden,
In Hinſicht auf gute oder ſchlechte Aernd» ken von der gegenwärtigen Beſchaffenheit der Saat, muß der zukünftige Einfiuß der Witte terung in ſelbige doch den Ausſchlag geben.
Es kann alſo der einſtweilige Zuſtand der Saat viel verſprechen, und, der dftern Erfah« rung gemäß, doch bey zufünftig eintretender un- günſtiger Witterung völlig umſchlagen. Dage- gen fann auch eine ſchlecht aus dem Winter koms mende Saat, mittelſt einer gedeihlichen Früh lingswitterung, ſich ſo beſſern, daß die Aerndte beſſer geräth, als es die Ausſichten im Herbſte und Winter mit ſich brachten. Es ſind daher unſre Vorfahren im grauen Alterthum ſehr auf» merkſam geweſen, aus einer gegenwärtigen Zeit, oder der Witterung darin, die zukünftige vorher zu ſchen. Hieraus entſtunden nun ihre uns überlieferten Witterungsregeln, dieunter den Na- men de Bayerregeln bekannt ſind, Man muß
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