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Allgemeine Regeln, 19
lic) ganz unvermerkt ihre Wieſen in die Pronen hineinzurücfen und hiemit zu vergrößern wiſſen.
k) Die Seßung der Markungen iſt an und vor
ſich ſelbſt noch nicht zur beſtändigen Sicherung ei- nes Guths hinreichend, ſondern man muß ſienoch in ein eigenes ſchriftliches Verzeichniß bringen, welches die Gränzſcheidung nac allen Umſtän- den richtig beurfundet und die Dorter der Gränz- male, nebtt dex Weite des einen von dem andern genau beſchreibet; welchem Verzeichniſſe denn auch ein richtiger von einem Feldmeſſer angefer- tigter Riß beyzufügen iſt, Jm genaueſten Ver- ſtande heißt ein ſolches ſchrirtliches Verzeichniß das t77arFobuch, weil es die Marken oder Gränz- male beſchreibet. Grund- Flur» und Lagerbü- cher ſind hiemit nicht zu verwechſeln, und müſſen im weitläuftigern Verſtande genommen werden, obſchon die Deſchreibung der Gränzen gleichfalls darinn enthalten ſeyn kann, Von dieſen Bü- chern wird gleich das mehrere beſagt werden,
1) Auch die dauerhafteſten Gränzmale, wie die von
Steinen ſind, können, wo nicht durch andre Zu- fälle, wenigſtens durch untreug Hände verändert werden. Dieſerhalb müſſen die Gränzen von Zeit zu Zeit beſichtiget werden, welches aber, ſoll es gültig ſeyn, nicht NEE ſondern mit den YZachbaren zugleich geſchehen ſoll. Man nennt dieſes eine Gränzbez ichung oder Begehung. Bey dieſen Gränzbeziehungen muß alles, was unkenntlich werden will, erneuert und wieder her- geſtellet werden, und es iſt ſehr weislich, daß nebſt den Alten auch junte Leute jederzeit dem Gränzzuge beywohnen, damit es-nach dem Able- ben der erſtern niemals an Augenzeugen fehlen
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