Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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414. Crflärung bee Giguren

oder feinen Œintritt ju verbinbern, je naëdem man e8 nôthig findet, M und NN find 2 A6wäfferungéfbleus fen. OPQRST find Staue, um das Baffer aufsubaiten, wo 68 ju ftarfes Gefâlle bar. X Y Z a b cdefghik find auslaufende Ninnen, um bas MBaffer an bdie âuferften Theile der Micfenflähen und verfiedene nicht vôllig ebene Srcllen gu bringen. GC C if der unterfte Tbeil der IMBiefe, wo da Ya fer wieder abgefübrt wird. Bon dem Pauptgraben B B bis gum Ableiter À B fann die IBiefe vegulâr bemaffert werden; aber tvifhen À B und bem%äfferungsgraben À C if eine ffarte Mirderung. Sie ausjufütlen, fo da bie Grippen aus B B gegogen, das Maffer gang die Miefe berunter fübren und fie regulär betväffern fünnten, würbe qu foffbar fepn. Desbalb iff der Hauptgraben B B fortgefübrt auf der obern Seite der GBiefe, bis über jene Niederung weg, und ift an der Miederung betvallet worden, 1vozu man bie Œrbe aug den Graben genommen bat.©s find nur Grippen aus ibn berausgeyogen, um ben niebrigern Zheil der IBuefe ju wûffern und diefer miebcrum mit Abyñgen verfehen, bdie das Waffec in den untern Befricvigungss und Ableitungégraben fübren. Dei E ifteine Scbleufe, um dem YBaffer den Eingang zu verfhliefen und es in die bôbet liegenden Gräben qu bringen. Dei F if wieber cine Shleufe, um das IBaffer in ben Pauvptgraben À CG ju bringen. find auch fleine Shleufen bei À D und K an den Münoungen der Gräben gelegt, um daë Waffer tiefer berunter na der Wiefe gu bringen. Die Ableitungégraben À E und AE fübren bas affer von ber obern Gläche der IBafferleitung AC, fo mie von einen der Quergraben A H ab. A und À B chjun baffelbe in Anfebung der Flâche von A G, Um bicfe Biefe ju bemäflern, find 2, oder twenn bas Maffec nicht überfiüffig, 3 Umlâufe erforderlih. Der erfte wird veranftaltet, mwenn die Schleufe C geôffnet und D gefchioffen wird. Snbem nun gugleib die Shleufen G und H geôffnet werden, fo flieft das MWaffer Über die untere Seite am Sauptgraben B B von D bis M in alle die Grâben herab, die daraus gegogen find und mirb von ben Ubleitern in den Sauptabsugsgraben nad C C bingefübrt. Der gweite Umlauf wird bewirft, wenn die Scleufe C und E gefcbloffen und D geôffnet wird. Madden au H gefloffen, I AD und K geôffnet find, fo wicd ber Theil der Wiefe von D bis E gewäffert, gugleich mit ven$lâchen an beiden Seiten des Hauptgrabens B B; indem das IBaffer ber feine fer tritt, mwelches dann auf der einen@cite vom$luf, auf der anbdern vom Sauptableitunggaraben miedber aufqenomment wird. dritter Umlauf wird gemacht, menn die Shleufen I AD und KR gefchloffen und E gcôffnet mirb, und die©dleufen EF und L nur fo mweit, baÿ fie genugfames WBaffer in die unter tbnen liegenden Graben laffen, bei F aber fo viel gurñchalten als nôthig if, um es in AC ju bringen; und eben fo bei L:, um bag SBaffer genugfam ju beben, damit es aus AC überfliefen und in die Graben 1 2 3 4 gelange. Der Grund, in AC bei L eine@cleufe angulegen, war der, tmweil von L bis ju C C eine Micderung if, bdaf folgtih das IBaffer, twenn es nidt aufgebalten mürde, gu fdnell nach den Erbyungen der Graben s 6 berabfiiegen müfte, und fo bec bôbern lâche oberbalb L alles entyogen ivürde. Yo das YBaffer bei C C oiefe Iicfens anlage verläft, ba wird gleid wieber jur Derwäflerung einer darunter liegenden gebraucht, und fo gebt noch über mebrere, bevor es gum Slufle guricÉehrt.

Die fofgenden Siguren find im Original mit gar feiner Erflârung verfehen. Eig. 1.

Stellt cine Biefe vor, die von einem durdflicfenden Bache auf beiden Sciten bemäffert wird. Es ift nâmlich oben cine Sauptfdieufe angelegt, die das WBaffer suribält, Debt und nad den ju beiden Sciten geogenen Zuleitungsgräben brânget. us bdicfen gchen nun auf der untern Seite z Wafferungégräben mit ibren Grippen ab, und ein Ableiter nimmt das WBaffer wieder auf. Obermarts get nut ein Mafferungés graben, bder fein YBaffer nad) der einen Seite bin ergieft. Sd weif aber nibt, twarum der Suleitungss graben tweiter und bis ju dem âuferen Graben(ber offenbar nur gun Ablcitungégraben dienen foll und der folglih fcine Berbindung mit jencm baben barf) fortgefest ff.

Fig. 2.

Dicfe WBiefe twird in 4 Abthcilungen Beiväflert und trocfen aelegt, je nachbdem ble Sbleufen in dem Mittelgraben gedffnet und gefdloffen werden. Es erfläct fih die Sigur übrigené von felbft.