Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Erflirung der Siquren aur Qebre von der Micfenbewiferung,

(ES fann fih babei nibt na der Stellung und Nummer der Siguren gerihtet werden, fondern id ertiâre fie in einer andern Ordnung.)

Fig. 5.

Bcigt cite Baäfferungsantage, to eine IBiefe aus dem mitten burhgebenden Gluffe À durch gtvei im rechten OGintel von ibm ausgchende Canäle B B auf beiden Oeiten getvaffert wird.

Benn die Bafferung vor h gehen folfl, wird die Sibleufe D im Gluffe gefhioffen, bas Waffer obers wôrts geboben und die©chleufen L L in den Candlen werden entiveder beide gugleich, mwenn beide Ociten auf einmal getwäffert iwerden follen, oder nur eine, twenn tuechfelgtveife nur eine Seite gemäflert, bdie andre trocfen gelegt werden foll, geôffnet. Das HBaffer sicht fic fodann in die Suleitungsgraben E E E E über die IBieferflähen M M M M M M M M; fallt in die Ableitungsgraben F F, aug bdiefen in den Saupts ableitungscanal G G und fo 6ei H in ben Gluf surf. Die Yiefe if Überdem auch auf den andern 3 Oeis ten mit einem Graben umyogen, Die lâche 1 I wird aus dem Sauptiuleitungécanale bemäffert, und bies fes TBaffer sicht durch den Defricbigungsgraben C C(der aber mit dem Gluffe feine Communication haben darf, wie es feblerbaft nad) dem Rupfer ju feyn fheint) in ben Graben H H dur G G na LR binab. H H nimmt glsihfalls bag IBaffer von der ibm gunähft licgenden WBiefenflâche auf. Der Hauptwäfferungss| canal fann allenfalls bei N NN burch Schleufen von dem bdarin ffauenden YBaffer entleert werden, twenn man bies zur fnellen rocentegung der Micfe, als worauf febr vicl bei folben Dericfelungstvicfen anfommt, für nôchig halt.

Fig. 6.

A ift ein$luf der nad© berab flieft. Dei B ift die Sauptfdieufe angelegt, um ibn ju fperren und das Baffer in den Sauptulcitungécanal C ju drângen, fobals deffen Shleufe S gedffnet worden, bdie dages gen, mwmenn bie Iiefe trocfen gelegt tuerden fol, gefloffen wird. Aus biefem find die Hauptwäfferungss grâben D und F gezogen. Dei KR ift in D eine fleine Scbleufe angelegt, um das YBaffer dur T nad ginem Theil, der bôber tie der übrige Theil der untern MBiefe liegt, zu gmângen. Bei E E E E wird der Sauptgraben nur dur fleine Däâmme oder Stauc geffopft, um bas IBaffer in die oberbalb ausgehenden Nebengraben zu gwängen, indem der Fall der WBiefe nad M fo ffarf iff, daf fonjt alles Baffer gerade berabfliefen würde. H H H H find Abgugsgräben, fo mie I mit feiner Sortfesung, wodurd das IBaffer in ben Sauptabjugécanal M und von biefem zum niedrigften Dunct O in den Fluf abgefübrt wird. T und L deuten übrigens die Deriefelungségräben an, die unten in fleine Gruppen N IN auglaufen und aus denen man denn na Definden der Umffâände mebrere folher Auslaffe mit dem Spaten oder der Schaufel mat, um bas WBaffer allenthalben gleihmaäpig su vertheilen. IR iff ein Befriebigungégraben der IBiefe, in wels then bei P bas YBaffer aus F und C abgelaffen merden fann, mwenn man bie HBicfe trocfen legen will. JRan Bemerte Wobl die Sorgfait, welhe immer darauf veriwandt wird, ben Zrwcf der Troenlegung fhnell und vollfommen zu erveiben, indem obne volffänbige Œrreichung deffelben der WBerth einer folhen Deriefelungés wiefe fi febr vermindert,

Fig. 7. î

À if der Sauptyuleitungscanal aus bem Slufle in einem YBinfel von obngefäbr 60 Grad gegogen. Das Niveau der MBiefe erlaubt, fie von B an zu bewäffern. Der Sauptgraben B B wird alfo.bier gegogen, in einem vechten Yinfcl mit dem Gluffe. C D find 2 Sauptfhleufen, um bas MBaffer na ciner oder der andern Seite bingubringen. E iff eine andre@chleufe, um die Bewäflerung in mebrere Shlâge su vers theilen. F GHIK L A D find fleine Schleufen, um das YBaffer in jedem Maäfferungsgraben zu leiten