Bichsucht, 399
Cs giebt berfelben manche Arten, von mwelchen die gembbnlide graue oder die filbergraue gebalten werden; die erftere ift twegen ibrer Datten Conftitution und ibres Fleifches balber fhàs- bar, die leBtere des Gelles wegen. Das Mauchwerf der erftern, tmwelches das befte iff, wird vouyüglih in den Butmanufacturen verbrauct, wâbrend die Gelle der lebtern als Mauchivert sum Cbinamarft bercitet werden und nod) mal fo viel als die andern gelten,
Gobal man biefe Thiere in das für fie beftimmte Gebege bringt, fo forgen fie baïd für ibre Wobnung, indem fie fih Sôcher in den leichtern, trocénern und erhabenen Stellen machen, torin fie ficher wobnen und Gunge ziehn,
in einigen Gebegen von Sincolnfhire befeét man den Mere mit 3 Paar, an andern Orten fiñrfer, Ein Vocf ift für 100 binreichend.
Das Gebege, in twelchen man fie bâlt, muf febr dichte fepn. Man macht fie auf vet- fiedene Art, mit Mauern und Pfablwerf, oder twegen der grofen often des erffern, mit Goven, Torfbälten oder mit Genft, Dorn und anderm Dufhmetf, das man daju anpfangt. Diefe Bemäbrung mit den Meben und Schlingen macht das Raninchenbalten febr Éoftbar, mwen man überdem noch dabin rechnet, die Steinfoblen gum Ærocnen der Hâute, die Raninchen- mârter und viele andere Jusgaben,
Mäcbfivem, menn gleih die Raninchen im Gangen nur wenig Mufficht bebürfen, fo muf man fie doch noch im MBinter mit Gutter verfebn, als MRüben, Klce, Heu, Œfparcette u, f, 1, das man ibnen in ibr Gebege umberfireuet. find im Schnee das befte Gutter, mweil die Ganinchen fie dur den Geruch finden, Bivei bis drei Karren voll Fônnen tâglid an 1000 Paar nâbren. Ein Guder Heu iff in ffürmifchen IBetter binreihend. In einigen Gegenden switft man ibnen auch Fleine@tücen frifdh gebauener Efhengmweige, ftachelichten Genft u. f. 1w., bin, omit man viel Seu erfpart, Œs[fallen auch no fonft Unfoften beim Begräumen des Schnees von den Cinbâgungen, bei der Serftôrung des Ungeiefers und beim Machtwachen, vor,
Die Raninchen fangen an zu Suhten, wenn fie 8 bis r2 Monate alt find, und geben etiva 30 Œage mit den Jungen, welhe vor 3 MBochen fih nicht aus den Nefthôblen begeben. Die Mutter faugt fie gmeimal des Eages. Sie Éônnen, twenn fie gut gefüttert werden, des ab res 3 bis 4 mal Junge ziebn, In den Gebegen twerfen fie aber felten mebr als gmweimal des; Gabrs. Der jâbrlihe Berfauf beträgt per Ycre 3 bis 8 Paar. Dies giebt einen Ertrag vor 8 oder ro Sc. und twenn fie gut bebandelt terden, noch mebr,*) Der grèfte Ertrag if von frifhem Sande.**) viel bängt aber von der Sage ab, denn ift man in der Nâbe von grofen Stübten, to fie als Nabrungsmittel gefauft werden, fo ift der Ertrag meit bober. Die Beit dau ift vom November bis Meujabr, mâbrend diefer Seit geben fie das befte Gell, da- ber twerden die mebrffen in diefem Swifenraum getddter, Cs ift bei den Fellen grofer Vet-
*) Youngs Agricult. Survey of Lincolnfhire.#*) Ibidem.


