Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
Seite
394
Einzelbild herunterladen

394 Dreischnte Abtheïlung,

ferben téniger Ferfen und fie Foften teniger ju füttern. Die Ferfen, ivelhe im Yunius 06et frübe im Sulius geworfen werden, Fommen am Beften ju Mege, Selten ift es daber rathfam, die fpât im Derbfte gemworfenen Ferfen mit in den Binter zu nebmen, da die Râlte manche da- von aufreibt,

Gin guter Eber ift bei der Scbiveineucht febr mictig, die Sauen nebmen einen folchen auch eber an, als fonft der Fall wobl iff,

Die verfhiedenen Arten Sbiweine, als Sauen, Gerfen, Fafelfhweine, müffen jede be- fonders gebalten werden,: Die merfende Sau muf ibren eigenen Stall baben, um durch nicts geftôrt zu werden, Auch muf man um diefe Beit febr aufmerffaim fepn, ibr nur dinne Streu geben, um das Æobtorücen der Éleinen Gerfen ju verbüten,

Da die Chiweinequcht dem Farmer auf manche Beife betrédhtlihen Vortheil gemäbrt, fo muf er dagu auch den nôthigen Vorrath von Korn und grünen Gutter allerlei Art, Rartoffeln, Rüben, Kobl, Cichorien u,{.#. anfhaffen. Mie viel man davon anbauen müffe, richtet fidy nach verfchieden Lmftänden, nach) der Grôfe der Schiweineart, deren Mnzabl und tie man fie tieder abfeen ann. In jedem Gall wird eine gleiche Portion Burzelgemädbfe und Grasarten mit balb fo viel Rornfutter gebraucht; demnächft an üppig wadbfenden Vegetabilien nach der Anyabl der Shweine reichlih gegeben,

Beim Guttern gebt man nach Verfhiedenbeit der ju fütternden Schiveine, um die mg» lichfte Mirfung des Gutters ju erreichen, verjhieden ju MBerfe, Die grobträcbtigen Sauen und die, twelche fchon Gerfen haben, müffen beffer gefüttert werden, als die Gafelfchiveine, Die etffern müffen gmwei- oder dreimal des ages guten Tranf(walh) oder Spülidt und reihlichen Robl, Rartoffein, Môbren und andere âbnliche Vegetabilien baben, um fie in gutem Stande zu balten, twelches man an bem Glange ibrer Saut wabrnimmt, Die Sauen mit Ferfen müffen in befondern Stâllen gebalten und beffer als die trâchtigen gefüttert werden, Yo eine Milche- teiift, da wird ibnen der Mbfall davon gegeben nebft Kartoffeln, Robl rc., foviel fie verzebren môgen. Yo das aber der Ball nicht ift, muf man ibnen mit Mebltranf zu Hülfe Fommen, Ym Sommet ift diefer bio binreihend, im MBinter aber müffen gefodhte Burgelgemächfe bin- gugefügt twerben, oder mwenn er für die Éleinen Gerfen fepn folf, mit Safer und Erbfenfuppe vermengt werden,*) hit diefer Suppe und dem Mbfall aus den Milchereien Fann man Gerfen auch im Binter febr gut aufgiehen, Die Crbfenfuppe ift in diefer Hinfidt ein vorgüglihes Fut- ter. Jr, Poung râth Pafer daneben zu füttern, welchen er beffer als Gerfte Bât. Mir haben gleihfalls Saferfhrot, im Spülicht foobl als in difer Confiftenz gegeben, für die jun- gen chiveine âuferft vortheilbaft befunden,

*) Yonngs Farmers Calendar.