Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
Seite
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378 Dreigebnte Abtheilung,

gebôrie Cinrichtung trifft, ba fie nach aller Erfabrung bei ibrer grôfern Stürfe iveit mebr als MWBallache arbeiten fônnen,*)

Gollen Pferde verfhnitten werden; fo if die befte Seit dau, twenn fie 3 Monate alt find, obgleich fie andre 6 bis 12 Monate und Glter werden faffen. Dei allen Ebieren iftes überbaupt am beften, je früber es gefcheben fann, tweil von der Snflammation denn am wwenigften gu be- fücohten if, ift auferden auch beffer, die Güllen eber zu verfhneiden, als fie der Natur- trieb ju den Mäbren treibt und fie fchiechte Gemobnbeiten annebmen.**) die Gülen frübe gefallen find und das Better ift nicht zu beif, fo ift der Ausgang des Maies oder der An- fang des Sulius eine febr bequeme Seit daju.

Das Anbândigen der Pferde macbt felten viel Schtvierigfeit, mwenn es gut und gehorig früb angefangen wird, Dei den Mrbeitspferden ift es wabrfcheintih am beften, die Süllen, fo twie fie von der Stute fommen, zu balftern und fo lange von einem Ort gum andern ju fübren, bis fie vollfommen rubig und lenfbar werden; dann werden ffe bei den andern Pferden aufge- flallt und daran gewobnt, den Guf aufjubeben, und wenn es nôthig ift, gereinigt zu werden, Diefe Methoden werden fo lange fortgefegt, bis fie vôllig brauchbar find. Misdann werden fie in die Mitte eines Gefpanns auf eigne Art fo angefchivrt gebracht, daf fie von den andern Pfer- den fortgefübrt werden, obne felbft auf irgend eine YBeife zu ziehen. IBenn fie in bdiefer Sage gang rubig getvorden find, fo werden fie geritten, tenn bies vorher nod nicht gefcheben ff. Um ibnen Maul zu geben, tvird ein Fleines Gebif gang lofe ins Maui gebangen, bis fie fic daran gemébnen und man fie nach Gefallen lenfen ann, morauf man fie den Scbritt, das Tra- ben und Galoppiren lebrt. Dei einer folchen Debandlung werden fie bald zum fandwirthfchaft- lichen Gebraud zugerichtet.

Um yweijäbrige junge Süllen qut zu verfaufen, pflegen die Morffbirer Drecders fie in gu- tes Gras zu jagen, fie eine Boche vorber aufguftallen, um fie gebôrig zu puben und leitbar zu machen, Man läft ibnen geébnlich die vollen Schwänge, Mndere pflegen fie einige Monate vorher mit Safermebl und gefochtem Korn, um fie defto beffer u verfaufen.***)

Man bat oft die Grage aufgemorfen, ob DPferde oder Ochfen zum landwitthfchaftlihen Gebrauch am beften find, Gie ift aber bis dabin nicht vôllig entfchieden, Man bat die Ochfen um deswvillen vortheilbafter gebalten, tweil fie leichter zu ernäbren find und am Berthe nicht verlieren, Dei gebôriger Unterfuchungift ibe Voryug aber nicht fo grof. Deftellt man die Mr- beit mit jungen Pferden, fo ift der Verluft am Berthe nicht und die Arbeit gebt fhneller und beffer von ffatten, nd was die often des Unterbalts betrifft, fo Éann der Ocbfe, twenn et unausgefebt arbeiten foll, auch obne Safer nicht erbalten werden, und tird aber faft eben fo

*) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI.#*#) Experienced Farmer. ##*) Report of the Nord Riding of Yorkfhire,