Biehsncht, 377
Die Zeit, um iwelche die Stuten ju den Hengften gelaffen tuerden, iff der Brübling, den beim Aufsieben der Güllen ift es febr wichtig, daf fie frübe, oft fhon im Februar und Yanuar fallen,*) gebt, mit einigen Musnabhmen, eine Stute 11 Monate.
Bâbrend fie tacdbtig ift, muf fie gut gebalten werden, bamit das Güllen gut und gefund merde, Manche Farmers beftellen ibre Mrbeit mit trâchtigen Pferden, bies ift aber immer ge- fäbrlih, tenu gleich einige Arbeit ibnen febr guträglich ift, jeboch dürfen fie mäâbrend der Zeit, fo wie dann, twann fie faugen, nicht febr angeftrengt tverden,
Die Büllen lift man bis gum October oder Movembet faugen und bâlt die Stuten im guten Gtande, um die Güllen gut beraus zu fâugen. MBenn man fie von den Müttern abnimmt, fo thut man febr wobl, ibnen einen geräumigen Stall mit Raufe und Krippe gu geben, und Fann man diefen in der Mâbe eines Feldes oder freien Plages baben, um fie ju Seiten berumlaufen gu laffen, fo ift dies febr vortheilbaft. Durch die grôfere Frcibeit werden fie ftâréer, gefunder un erbalten ein lebhafteres emperament,
Das trone Butter, twelches man ibnen giebt, muf anfangs das befte und füfefte Heu fenn,@üfe grüne Macmatt if gum Aufjiehn der Güllen vorÿüglich gut; auch MNôbren bat man als febr dienlih befunden, und man Fann fhwerlid) ohne diefe fie mit Bortheil aufsiehn.**) Gelbff die abfübrende Cigenfchaft derfelben ift den Güllen Auberft wobithätig.***) füttert man mit Safer oder Fôrnigen Abfal. Sim Grübling bringt man fie auf trocfne gute Beide mit bintänglihem frifchen WBaffer. Tm gmeiten Winter ift weniger Gorgfalt vonnôthen als im erften, nur die môglichfie Greibeit muf man ibnen geben, Dei diefer Yet Süllen ju giehn, fonnen fie fchon nach gmei Sabren auf dem Farm gebraucht werden und laffen fich auch dann, tenn fie gut gebalten find, qu einem guten PDreife verfaufen. Œin anderer Lmftand bie= bei ift obl ju beachten, und war, daf von dem Safer beim Mufsiehen der Unterfchied des gu- ten und des fhlehten Pferdes abbänge, und daf man, twenn es fih verlobnt, welhes bei an und für fi flechten Pferden der Fall nicht ift, auch tüchtig(really) Hafer futtere,
Die Farmers in Yorffhire, welhe mebrentheils ibre Füllen von den Urbeitspferden auf- giebn, laffen woblbedächtlidh die Süllen nicht eber faugen, bis die Œuter der Stuten, wenn fle von der Mrbeit Fommen, gut mit Faltem DBaffer gebadet und ein guter Theil Mhifh vorabge- nommen ift,
Das Berfhneiben der Pferde Haben einige beftritten, als tvâre e8 nachtheilig, teil es ben Pferden den Muth raubt. Das gange Verfabren berubt eigentlih auf dem Grundfas, daf man einen Tbeil der Stärfe des Thieres der Dequemliheit fie zu Pehandeln aufopfert, Sn mandhen Süllen ift Dies unfireitig fomobl nothwendig als bequein; es Fann aber auf der andern Geite nidt fiierig feyn, mit Sengften die Mrbeit zu beverfftelligen, tvenn man dau die
#) Annals of Agricult. Vol. XXXIV.##) Ibidem.##*) Experienced Farmer. Biveiter Theil DÉ6


