Anbau des Aderlandes, 5
gutés Gutter für Arbeitspferde ju gebrauchen; man muf aber befonders dabin feben, af fie guf trocfen find, weil ffe, wenn fie grün verfüttert werden, Colié verurfachen,
Dferdebobnen.
Diefe Fruchtart laft fi mit mehr Vortheil auf den fhwerern naffen Bodeuarten bauen, die für mebrere andere Gruchtarten nicht anpaffend find, formobl in Mücficht ibres nübliden Crtrages, als der dadurch bewirften Berbefferung des Dodens, Man theilt die Vobnen am Bequemften in Seld- und Gartenbobnen ein. Sur erften Art gebôrt die gemeine Rofbobne, die man gemeiniglide auf flarfem Sande bauet, da fie bôber im Stamme mûchft, und daber die Oberflâche des Bodens vôlliger bedecft,
Cinige Oartenbobnenarten find in mebreren Gegenden mit Vortheil auf dem Gelde ange- bauet worden: die Majagan- und. Mumford-, die langfhotige und IBindforbobne. Die erffe ift cine frübe Art, die felten über zwei Sub boh mât. hr Stamm ift fhlanfer, jedoch fho- tenreicher, und die Dobnen felbft etas flein, ibres nicht boben Bucdhfes und ibrer fhlanfen Stâmme Fann diefe Art auf minder ffrengen und fhrwoeren Boden mit Bottheil gebauet werden, wird überdem früber reif als jede andere Oartenbobne. Die Mumfordbobne pañt fi auf bemfelben Doden. Dic langfchotige ADF aber bôber und dider im Stamm; erfordert dafür auch eine grôfere Tiefe und ftârfern Doden. Vobne ift auf dem ibr ange- meffenen Boden âuferft einträglih. Die WBindforbobne ifé no eine grôfere Art, als die. langfchotige und bat eine mebr vierecige Sorm. ie mächft arf und groË tie die langfcho- tige, giebt aber felten fo guten Œrtrag. Dicfe grofe Bobnenart wird jedoch felten auf dem Selde gebauet, ausgenommen in der Mâbe grofer Stédte, wo man die grünen Schoten ab- feben Fann,
Gede ftrengere naffe Bodenart ift diefer Grucht angemeffen. Die Rrume folher Bodenar- ten, auf tvelchen die Bobne gedciben folf, muf cine gute Tiefe haben, vermôge melcher die Burgeln zur beffern Crnâbrung tief eindringen fènnen,
Dobnen wachfen nach Beigen und Hafer, fo mie auf frifchem aufgebrochenen Grastande, Auf lebterem ift ie Anbau befonders vortheilbaft, mwen man megen des Gnfectenfrafes bei der Rornfrucht beforgt if. Much da, mo bie Marbe febe zâbe if, baben fie die gute Cigenfchaft, den Doden lofer und locferer zu machen, die Vertwefung der fodigen oder grafigen Materie, fo tie die Berftôrung des Unfrauts, durch ibre Defchattung und erftifende Dichtheit ju befordern, Obgleidh diefe ruchtart nach den mebrfien vegetabilifhen Erzeugniffen gedeibet, fo fcheint fie doc vorzüglih, twegen ibrer Sapfentwurzel, momit fie tief in die Œrde dringt, da au toachfen, to vorher gafertourglihe Gemädfe gevefen find,


