Teil eines Werkes 
1 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 1
Entstehung
Seite
389
Einzelbild herunterladen

Anbau des Aderlandes, 389

Saamen, Snbden mebrften Gegenden iff die Quantitat 2 bis 21 Bufhels sum N6- futtern 3 und nod mebr, teil in diefem Falle die Pflange dier ftchen muf. Da es nicht fo leicht Feimt, fo muf der Boden erträglih trocfen fepn, teil fonft viel verlobren geben fann.

Chedem vermifchte man mebrere Rornarten mit dem Moggen und gwar nod jebt Wei- gen and Yinterwicfens es Hat aber Feine gute Mt.*)

MBenn man jedoh Mangforn von MBeigen und Moggen macht, fo muf das Verbâltnis des lebtern gui evftern nach der Defchaffenbeit des Doden und den Cinfihten des Aerwirths beftimmt werden, tobei auf dem leichtern Doden imimer die grôbefte Portion Roggen Fommt,**)

Madhberige Bearbeitung. VBenn dies Korn geerndtet werden folf, fo muf es frübe durch Handjâten und Haden rein gebalten werden, gum biveiden mit den Schafen ift dies nicht nôthig, Man mâbet es, twenn das Strob gelb gemorden ift, die Mebren fih beugen und das Korn fi) bart anfüblt,

MBenn nicht viel Unfraut daruuter iff, Fannes, fo tie es eingeerndtet tvird, eingefah- rem werden, Das Strob bat mehr Merth als das Beizenftroh, fomobl jum Decfen als für andere Gtrobarbeiter,

Man bauet den NRoggen auch twobl, um ibn gum Düngen untergupflügen, dann muf man es aber im fraft- und faftvollefien Suftande der Pflange, und bei trocfenem Yetter thun, da fie beim lnterpflügen gut faule,

enr nach dem Abfuttern mit den Schafen der Noggen nod Frucht tragen(oil, fo bat man befonders dabin ju febn, daf es vor der Zeit gefhebe, da der Roggen in die Pfeiffe fchieft, tmeit ndch dem erften Abweiden die Grucht fonft febr verfümmern mürde, Yuf alle Fûlle müffer die Schafe aber nicht auf den Moggen gelaffen tmerden, ebe der Doden mit Pflangen gut über- gogen if. MBegen des Milch gebenden Sutters des Moggens ift deffen Mnbau ju diefem 3ivec£ bei frarf betriebener Schafjucht in Dinficht der faugenden Schafe, ein duferft widtiger Gegen- ffand,

Um auch biebei mirthlih qu Werfe ju geben, fo futtert man den grünen Moggen vermittelft Dürdenfhläge ab, um immer neuen und frifchern in Meferve ju bebalten,

Gerfte. Ein febr nüblihes Rorn feines mannidhfachen Mubens Dalber in den Drauereien und Drennereien, mwesbalb es auch dem MBeijen bier ju Sande an die cite geftelit und to es der Boden nur geffatten will, febr bäufig gebauet wird. Cs giebt Davon befonders 5 Gorten: 1) die Grüblingsgerfte, oder die gemeine Gerfte, die im füdlihen und ôfiiden Theile des Sandes befonbers gebauet wird, 2) die gemeine langäbrichte Gerfte, tegen ibrer

grofen *) Modern Agriculture and corrected Report of Middlefex, ##) Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire.