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Nadelh
bis auf die Hälfte des Schaftes vermehret" werden; doch ſoll dieſes nicht vor dem zehn- ten oder zwölften Jahre, auch nur den! Winter über. geſchehen, damit: die har- zichten Beſtandtheile nicht auslaufen,. und" der Wuchs dadurch: verhindert! wexde;- Bäume, welc<e ſchon im ſiebenten oder
aMten Jahre Blüchen treiben, werden da:
durch merklich entfräfter; daher di Roi ängerathen, ſol<Me, ſonderlich die weibli
dien oder kleinen! Zapfen behutſanr abzu- brechen„ und er verſichert, daß ſich dieſe
durc) den friſchen Wuchs gar merklich von andern unterſgjeiden,. am welchen dieſes frühzeitige Fruchctragen“ nicht verhindert worden. Dieſes: alles aber gilt nur von'
einzelnen Pflanzungen:- Wer ganze Wäl-
der davon erziehen wollte, kann dergleichen
Mühe überhoben' ſeyn, indem alsdann nid)cs darauf antömmt', wenn eine gute
Anzahl Bäumchen verloren gehen ſollten;-
Weil der Lerhenbaum im Winter kahl iſt, leidet ſolcher vom Froſte und Glatreiſe we-
nig 3 werden die jungen Stämmchen abzge-
brochen oder ſonſt verſtümmelt: ſo treiben
ſie, wider die Natur des Nadelholzes, aus: der" Wurzel neue Sprößlinge. Um aus“
den Zapfen die Saamenkörner zu erhalten; theiler man die im Winter gejammelten zu
der Zeit, wenn der Saame ſogleich geſäet"
werden ſoll, mit einem Meſſer in 4- Thei»
le, ſo daß man die Spiße deſſelben, damit die Saamen nicht verleßt werden, gerade in die Mitte des Zapfens hinunter ſtößtz-
driſchet ſie alsdann, damit ſich die Schup- pen theilen, und die Saamen herausfallen, wobey eben nicht viele derſelben beſchädiget werden, und reinigt ſie zuleßt mittelſt ei- nes Siebes. Dreytauſend Zapfen geben gemeiniglich ein Pfund guten Saamen, Hat man Abhänge der Hügel oder Seiten hoher Gebürge: ſo wird man ſolche mit
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Ferchenbaumſaamen ſchr'gut beſgen, und zu vortrefflichen: Waldungen anziehen köns nen, Und“ da" ver Baum nicht' weichlich iſt: ſo' Fann: er auf alle der Kälte: bloß ges ſtellte Pläße' gepflanzt werden.
In Niederdeutſchland beſieht das Na- velholz meiſtens" aus Kieſern', zum Theil aud) aus: Fichten, Jene geben hauptſäch» li das Bau-'und' Brennholz daſelbſt, und verdienen daher ſorgfaltig angebauet und gepfleget zu werden, als wovon und ans dern Holzarten, unter dem Artikel XWald- baumzuchr, ausführlich Unterricht geger ben wirv;-]
Nagel, ein aus Eiſen geſchmiedeter Stijt mit einem Kopf,. vermittelſt deſſen zwey von einander abgeſonderte Stücke zua ſammen geheftet und mit. einander verfeſti- get“ werden: Jiach: ihrem verſchiedenen Gebraud) haben ſie auch verſchiedene Gröz ßen, Geſtalten! und: Beynamen. Beym Cinfaufe derſelben hat man darauf zu ſe- hen, daß ſie unter dem Kopfe nicht zu dunne oder zu ſchwach ſeyn, weil fie ſo- dann fich gar leicht umlegen; und ſich nicht gurt eintreiben laſſen.
Tagelbohrer, ein kleiner zweyſchnei- diger, gewundener Bohrer mit einer Spi- ße und einem Heft am Ende, welches mit dem Bohrer zwey rechte Winkel macht, Man bohret damit die Löcher zu den Bret- nägeln vor,
Nageldocke, ein Werkzeug der Grobſchmiede, worinn der Kopf eines gro» ßen Nagels geſ<miedet wird.
, iſt bey den Grobſchmie- den ein ſtarfes vierfantiges Eiſen, worinn Föcher von verſchiedener Größe ſind. Auf einem jeden toche iſt eine kleine runde Er-
hö-


