Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Nadelh

bis auf die Hälfte des Schaftes vermehret" werden; doch ſoll dieſes nicht vor dem zehn- ten oder zwölften Jahre, auch nur den! Winter über. geſchehen, damit: die har- zichten Beſtandtheile nicht auslaufen,. und" der Wuchs dadurch: verhindert! wexde;- Bäume, welc<e ſchon im ſiebenten oder

aMten Jahre Blüchen treiben, werden da:

durch merklich entfräfter; daher di Roi ängerathen, ſol<Me, ſonderlich die weibli

dien oder kleinen! Zapfen behutſanr abzu- brechen„ und er verſichert, daß ſich dieſe

durc) den friſchen Wuchs gar merklich von andern unterſgjeiden,. am welchen dieſes frühzeitige Fruchctragen“ nicht verhindert worden. Dieſes: alles aber gilt nur von'

einzelnen Pflanzungen:- Wer ganze Wäl-

der davon erziehen wollte, kann dergleichen

Mühe überhoben' ſeyn, indem alsdann nid)cs darauf antömmt', wenn eine gute

Anzahl Bäumchen verloren gehen ſollten;-

Weil der Lerhenbaum im Winter kahl iſt, leidet ſolcher vom Froſte und Glatreiſe we-

nig 3 werden die jungen Stämmchen abzge-

brochen oder ſonſt verſtümmelt: ſo treiben

ſie, wider die Natur des Nadelholzes, aus: der" Wurzel neue Sprößlinge. Um aus“

den Zapfen die Saamenkörner zu erhalten; theiler man die im Winter gejammelten zu

der Zeit, wenn der Saame ſogleich geſäet"

werden ſoll, mit einem Meſſer in 4- Thei»

le, ſo daß man die Spiße deſſelben, damit die Saamen nicht verleßt werden, gerade in die Mitte des Zapfens hinunter ſtößtz-

driſchet ſie alsdann, damit ſich die Schup- pen theilen, und die Saamen herausfallen, wobey eben nicht viele derſelben beſchädiget werden, und reinigt ſie zuleßt mittelſt ei- nes Siebes. Dreytauſend Zapfen geben gemeiniglich ein Pfund guten Saamen, Hat man Abhänge der Hügel oder Seiten hoher Gebürge: ſo wird man ſolche mit

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Ferchenbaumſaamen ſchr'gut beſgen, und zu vortrefflichen: Waldungen anziehen köns nen, Und“ da" ver Baum nicht' weichlich iſt: ſo' Fann: er auf alle der Kälte: bloß ges ſtellte Pläße' gepflanzt werden.

In Niederdeutſchland beſieht das Na- velholz meiſtens" aus Kieſern', zum Theil aud) aus: Fichten, Jene geben hauptſäch» li das Bau-'und' Brennholz daſelbſt, und verdienen daher ſorgfaltig angebauet und gepfleget zu werden, als wovon und ans dern Holzarten, unter dem Artikel XWald- baumzuchr, ausführlich Unterricht geger ben wirv;-]

Nagel, ein aus Eiſen geſchmiedeter Stijt mit einem Kopf,. vermittelſt deſſen zwey von einander abgeſonderte Stücke zua ſammen geheftet und mit. einander verfeſti- get“ werden: Jiach: ihrem verſchiedenen Gebraud) haben ſie auch verſchiedene Gröz ßen, Geſtalten! und: Beynamen. Beym Cinfaufe derſelben hat man darauf zu ſe- hen, daß ſie unter dem Kopfe nicht zu dunne oder zu ſchwach ſeyn, weil fie ſo- dann fich gar leicht umlegen; und ſich nicht gurt eintreiben laſſen.

Tagelbohrer, ein kleiner zweyſchnei- diger, gewundener Bohrer mit einer Spi- ße und einem Heft am Ende, welches mit dem Bohrer zwey rechte Winkel macht, Man bohret damit die Löcher zu den Bret- nägeln vor,

Nageldocke, ein Werkzeug der Grobſchmiede, worinn der Kopf eines gro» ßen Nagels geſ<miedet wird.

, iſt bey den Grobſchmie- den ein ſtarfes vierfantiges Eiſen, worinn Föcher von verſchiedener Größe ſind. Auf einem jeden toche iſt eine kleine runde Er-

hö-