Teil eines Werkes 
Theil 4 : Abth. 1 (1766) Anfangsgründe der höhern Mechanik welche von der Bewegung fester Körper besonders die praktischen Lehren enthalten / abgefasst von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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was wir zu dieſer Abſicht haͤtten thun muͤſſen(20) der Zuſtand eines Koͤrpers aͤndere ſich alſo nicht he von ſich ſelbſt, ſondern nur vermoͤge einer aͤuſſern aus- Urſache. Ein ſtillliegender Koͤrper, werde immer de ih liegen bleiben, ein bewegter, immer nach der ſcyſt

Richtung und mit der Geſchwindigkeit die er jetzt bat fortgehen, wenn nicht aͤuſſere Urſachen, jenen

in Bewegung ſetzen, dieſen aus ſeinem Wege brin⸗ 39 gen, oder ſeine Geſchwindigkeit aͤndern. nes 9. innerf 26. Zuſ. Alles dieſes heißt meiner Einſicht V d nach ſo viel: Aenderungen in dem Zuſtande des 8

Koͤrpers geſchehen nicht ohne Urſache: Unſere Em⸗ V pfindung lehrt uns, ſo oft wir nur wollen daß wir 4 eine ſolche Urſache die ſich auſer dem Koͤrper be⸗ udi ſindet, abgehen koͤnnen, auch daß andere auſſer dem dn Koͤrper befindliche Dinge eben ſo was thun. Ei⸗ 81 ne Quelle der Veraͤnderung in dem Koͤrper zu muthmaſſen haben wir nicht die geringſte Veran⸗ lbeine kaſſung, alſo leiten wir alle Veraͤnderungen von in den aͤuſſerlichen Urſachen her, und beurtheilen was to an dieſe Urſachen thun muͤſſen, aus dem was wir inmer thun. So iſt die Traͤgheit weiter nichts als der düſer Satz des zureichenden Grundes auf die Veraͤnde⸗ ſöhwi rungen des Zuſtandes der Koͤrper angewandt. ſogh Wer behauptet daß ſie aus dem Begriffe des Koͤr⸗ dmi pers flieſſe, der hat voͤllig Recht denn wir haben imm uns dieſen Begriff nach unſern Empfindungen ge⸗ ſ. macht, und folglich die Traͤgheit mit hinein bewe gebracht. 1 Nach meine

27. Anm.