Teil eines Werkes 
Theil 4 : Abth. 1 (1766) Anfangsgründe der höhern Mechanik welche von der Bewegung fester Körper besonders die praktischen Lehren enthalten / abgefasst von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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der Vorſtellung anderer Kraͤfte ganz abweichend erklaͤren, die ihr am meiſten gewogen ſind. Sie uͤbt niemals fuͤr ſich eine Wuͤrkung aus, nur zeigt ſie wenn ſie gleichſam aufgefodert wird, eine Ge⸗ genwirkung. Ein Koͤrper der ſtill liegt thut nichts, bis man ihn bewegen will, alsdenn hindert er dieß was ihn bewegen will. So iſt dieſe Kraft, ſo zu reden nur ein Wiederhall anderer Kraͤfte.

Vocalis nymphe quae nec reticere loquemti.

Nec prior ipſa loqui didicit, reſonabilis Echo.

Metam. L. III.

Sie hat auch keine beſtimmte Groͤſſe denn ſie wiederſteht viel oder wenig, nachdem die Gewalt der ſie ſich wiederſetzet groß oder klein iſt.

24. Zuſ. Weil die Traͤgheit das Merkmahl der Materie iſt, ſo iſt alle Materie traͤge, ein Ding naͤhmlich, das ſolches nicht waͤre, erkennen wir nicht fuͤr Materie. Bey ruhender Materie, kann ſich alſo die groͤſſere Menge von der gerin gern durch nichts als durch mehr Traͤgheit unter⸗ ſcheiden, oder die Traͤgheit verhaͤlt ſich wie die Maſſe, noch einmahl ſo viel Maſſe hat noch ein⸗ mahl ſo viel Traͤgheit, welches die Traͤgheit mit dem Gewichte der Materie gemein hat und aus ei⸗ ner aͤhnlichen Urſache, weil nehmlich auch alle Materie die wir kennen, ſchwer iſt(Stat. 9.).

25. Zuſ. Wenn wir den Zuſtand eines Koͤr⸗ pers ohne unſer Zuthun geaͤndert ſehen, ſo ver⸗ muthen wir was anders muͤſſe das gethan haben,

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