Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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Da Mineralien von kryſtalliniſcher Structur nach An— weiß ihres Gefuͤges in Stuͤcke ſich zertheilen; ſo iſt uͤberhaupt die Geſtalt der Bruchſtuͤcke von der Structur abhaͤngig: die Bruchſtuͤcke der vollkommen faſerigen Structur ſind Faſern, und die der vollkommen auseinander laufend ſtrahligen Textur muͤſſen keilfoͤrmig ſtaͤngliche ſein. Nach einer genauen Angabe des Gefuͤges ſelbſt alſo, iſt die Angabe der Geſtalt der Bruchſtuͤcke unnoͤthig.

Was die Lage der Blaͤtter betrifft; ſo decken ſie ſich ent— weder, wie die Blaͤtter eines Buchs, oder ſie liegen unregel— maͤßig neben⸗ und uͤbereinander, nur zum Theil, wie Fiſch⸗ ſchuppen, ſich deckend— dieß letztere wird ſchuppigblaͤt— terig genannt. Vollkommen blaͤtterige Mineralien in der erſten Art werden gewoͤhnlich, Spathe genannt: Kalkſpath, Fluß⸗ ſpath, Schwerſpath, Gypsſpath, Feldſpath ꝛc.

Dem Blaͤtterigen verwandt iſt das Schieferige,(der ſchieferige Bruch). Es kann als das mindeſt vollkommen Blaͤt⸗ terige in groͤßerer Ausdehnung, mit minder glatten und glaͤnzenden Flaͤchen betrachtet werden, und findet ſtets nur in einer Richtung ſtatt. An ſich iſt es ſelbſt mehr und weniger vollkommen, entweder gerad'⸗ oder krumm⸗, dick⸗ oder duͤnnſchieferig.

Anmerk. Dieſe und andere Bruchverhaͤltniſſe der Mineralien werden am beſten durch Beiſpiele in der Anſchauung erlaͤutert.

Zuſatz: Daß eine aͤußerliche kryſtalliniſche Geſtalt nur aus einer regelmaͤßigen Aneinanderfuͤgung der kleinſten Maſſen— theilchen hervorgehen konnte, begreift ſich eben ſo leicht als dieß: daß aus einem regelloſen Zuſammenfallen einer Anzahl Bauſteine kein 4⸗, 6⸗ oder deckiger Thurm entſtehen koͤnne.— Es muß daher immer mit der Kryſtallgeſtalt eine kryſtalliniſche Structur verbunden ſein; bei dem groͤßten Theil der Kryſtalle iſt ſie erkennbar, bei andern, obſchon aͤchten Kryſtallen, iſt ſie zu verſteckt, muß aber vorausgeſetzt werden.

Umgekehrt iſt es aber nicht der Fall, daß das Beſtreben zu kryſtalliſiren allezeit mit dem hoͤchſten Erfolg(einer wirklichen Kryſtallgeſtalt naͤmlich) begleitet geweſen waͤre. Es gab Hin— derniſſe(§. 11.), unter welchen die Kryſtalliſationskraft haͤufig