Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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her auch ihre Anordnung nach chemiſchen Beſchaffenhei⸗ ten vor; zugleich, um einem gewoͤhnlichen Fehler ge woͤhnlicher Sammler zu begegnen, welche zufrieden ſind, ein Mineral zu beſitzen und deſſen Namen zu kennen, ohne ſich darum zu bekuͤmmern, was Malachit oder Blende oder Zinnſtein ſei. Eine Auswahl des Ge⸗ meineren mit Hinweglaſſung des Selteneren wuͤrde leicht geweſen ſein, wenn ſich der Verf. allein auf eine Ge⸗ gend haͤtte beſchraͤnken duͤrfen; ganz Deutſchland, mit der Frage: welche Metalle und welche ihrer Vorkommniſſe ſind gemein und welche ſelten in's Auge gefaßt? blieb des Seltenen ſo wenig uͤbrig, daß er es zur Abrundung des verhaͤltnißmaͤßig kleinſten Theils ſeiner Gebirgskunde, mit aufnehmen und ſelbſt das auslaͤndiſche, jedoch in gewerblicher Hinſicht auch in Deutſchland wichtig ge wordene Platin nicht verſchmaͤhen zu muͤſſen glaubte. Die Anordnung der erdigen Foſſilien betreffend, hat der Verf. S. 46 daruͤber ſich erklaͤrt: daß er es fuͤr unthunlich fand, eins der vorhandenen Syſteme als un⸗ abweichliche Norm, zum Grunde zu legen. Fuͤr eine Gebirgskunde, als Vorbereitung zur ſpeciellen Boden kunde, in welcher die Kieſel-, Thon-, Kalk- und Talkerde ihre Bedeutung erhalten, achtete er es fuͤr noͤthig: die Eintheilung nach Erdarten beizubehalten und ſtrenger durchzufuͤhren; die ſcheinbar einfachen den jenigen der einfachen anzureihen, denen ſie nach ihrem chemiſchen Gehalt am naͤchſten ſtehen; die deutlich ge mengten aber nach der Art und Zahl ihrer Gemeng theile und nach der Beſchaffenheit ihrer Structur zu ordnen. Er hat damit kein mineralogiſches Syſtem ſtiften wollen und wuͤrde ſelbſt die Ehre fuͤr zu groß halten, wenn man es ein bodenkundliches Mineral⸗ ſyſtem nennen wollte.

Was die Geognoſie betrifft, ſo lehrt der Verf. das Meiſte, was hierher gerechnet wird, in ſeiner phyſikaliſchen Erdkunde. Er hat daraus, mit Anderem, ein fuͤr ſich beſtehendes, uͤberſchauliches und