Teil eines Werkes 
4Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 2 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 4
Entstehung
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genauer ſeine Pflicht kennt und ein leb- hafteres Verlangen fühlt, das zu errin- gen, was man als wünſchenswerth er- kannte. Doch ſcheint es mir in jeder Hinſicht ein gewagtes und unüberlegtes Unternehmen, beſtimmen zu wollen, wel- <en Grad der moraliſchen Vollkommen- heit das Menſchengeſchlecht durch ſeine fortſchreitende Kultur erreichen könne oder nicht.; Indeß bietet ſich hier noch eine beſon» dere Anmerkung var. Uunleugbar iſt es- unſre Pflicht als Menſchen, an der Rea- liſirung dieſer Vorſtellung und der einſti- gen Veredelung des öffentlichen-und Pri- vatlebens, ſoviel es die Lage und: Kräfte eines jeden erlauben, redlich zu arbeiten. Was aber die Pflicht auszuführen befiehlt, von deſſen Ausführbarkeit müſſen wir überzeugt ſeyn. Die Pflicht verbeut uns mithin, die Hoffnung eines einſtigen beſ- ſern Zuſtandes der Menſchheit aufzuge- ben; es wird im Gegentheil Gebot für uns dieſe Hoffnung auf alle Weiſe zu hegen und zu nähren, zumal, da von der Lebhaftigkeit dieſer Hoffnung, von ihrem Einfluß auf unſer Pflichtgefühl und der Thätigkeit unſeres Geiſtes der Erfolg