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ſen, naͤmlich der gewoͤhnlichen Erfahrung in einem ſolchen Fall, und den beſondern Zeugniſſen in dem einzelnen Beiſpiel. Dieſe beiden Gruͤnde der Glaublichkeit ſind aber von faſt unuͤberſehlich mannig⸗ faltigen Verhaͤltniſſen und Modifikatio⸗ nen. Daher die Grade, welche man Glauben, Vermuthung, Zweifel, Unge⸗ wißheit, Mißtrauen, nennt.—
Seltſam genug, daß ſogar Augenzeu⸗ gen dieſelbe Sache verſchieden erzaͤhlen; z. E. in Reiſebeſchreibungen, bei Schlach⸗ ten ꝛc.
e. Falſche und doch gewoͤhnliche Schaͤz⸗ zung der Glaublichkeit oder Wahrſchein⸗ lichkeit, von paſſiven Urſachen im menſch⸗ lichen Gemuͤth herruͤhrend, ſind folgende:
Die Zahl der Afterzeugen und das anderweitige Anſehen derſelben, laͤßt man, durch Sympathie verfuͤhrt, nicht nur als Erſatz der Urzeugen gelten, ſondern man glaubt gar, eine Sache ſey deſto glaubli— cher, durch je mehr Haͤnde ſie bis auf uns kommt. Mit Recht gilt in Englands Gerichtshoͤfen zwar eine vidimirte und re— kognoscirte Kopie, aber nicht eine Kopie
von der Kopie. Je weiter eine Kopie
vom Originale durch Zwiſchenkopien ent⸗


