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c. es iſt ein großer- Unterſchied, den Zuhörern zeigen, daß ſie gerührt ſeyn ſollten, und ſie wirklich rühren,- Das leßte ſdil der Prediger, wenn es die Sache erlaubt, und die Umſtände for- dernz|
d. dazu muß er ſelbſt gerührt ſeynz
e. man ſehe auf rechte Sprache der Leidenſchaften, d. i, rede ungeſchwächt;
f. man ſpreche nicht zu lange und nichts Heterogenes,=
Vortrag in Ton, Bli>, Ge- berden.-- Der Ton muß verſtänd- lich ſeyn, alſo laut, diſtinkt, artifulirt, langſam, mit gehöriger Accentuation. Im predigen pflegt man anders zu accentui- ren als gewöhnlich, aber falſch,=“ Fer«- ner ſey er zwe>mäßig in Emphaſis, Pauſe, Geberden; Emphaſis iſt ſtärkerer Ton, dieſer giebt Leben. Gut angebrachte Emphaſen ſind Hauptbeweis von richti- gem Geſchmack, zumal in Reden. Pauſe; man muß„ſich durchaus nicht gewiſſe- Pauſen angewöhnen ,. ohne Rückſicht auf den Itihaltz hier maß man die Natur im gemeinen Leben nachahmen, und. nicht nach den Zeichen in Büchern gehn.=-


