Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
Entstehung
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1) Nichts iſt ſo leicht erinnerlich als Toͤne, und unter allen moͤglichen Mitteln ſeine Gedanken zu bezeichnen, und andern mitzutheilen, ſind die artikulirten Laute die bequemſten, wegen der Leichtigkeit ſie hervorzubringen, wegen ihrer Man nigfaltigkeit und Befeindiiten Verſchie⸗ denheit.

2) Der Menſch iſt das nachahmendſte Thier;

3) Er iſt zugleich das geſelligſte Ge⸗ ſchoͤpf, das die ſtaͤrkſte Sympathie beſitzt.

4) Er hat Vernunft und Witz, aber er brauchte, um Sprache zu erfinden, ih⸗ ren kuͤnſtlichen Bau ſo wenig zu kennen, als den Borelli de motu animalium gele⸗ ſen zu haben, um gehn zu koͤnnen.

Aber wenn nun auch die Sprache er⸗ funden iſt, ſo koͤnnte man noch fragen, iſt ſie nur einmal erfunden, und giebt es eine Urſprache oder nicht? Es giebt aber keine Urſprache; die Sprache iſt unzaͤhlige Male erfunden, und jedes Volk hat etwas dabei gethan. Selbſt wenn es, beſiegt oder als Sieger, die Sprache des andern zahlreichern, groͤßern Volkes an⸗ nahm, behielt es noch immer genug eigne Worte, die uns noch jetzt zeigen, daß ſeine

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