Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
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und denſelben Namen fuͤr die Sache ha⸗ ben. Ueber dieſen Namen, womit ſie einen gewiſſen Gegenſtand benennen wol⸗ len, muͤſſen ſie ſich einigen. Dieß iſt ohne Verabredung nicht moͤglich, Verab⸗ redung aber ſetzt Sprache voraus; ſo kann die Sprache ſo wenig erfunden, als angeboren ſeyn, und daher ſagt Rouſ⸗ ſeau, ſie iſt ein unmittelbares Geſchenk Gottes.

3. Mitgetheilt von der Gott⸗ heit durch ein Wunder, dem Menſchen kann die Sprache aber auch nicht ſeyn. Denn:

a) Die Menſchen haͤtten, wenn die Gottheit ihnen eine Sprache ſchenken wollte, ſie nicht annehmen koͤnnen, weil es ihnen an Faſſungskraft dazu fehlte. Sprache iſt zum Theil Ausdruck fuͤr das, was in uns bei Gelegenheit aͤußerer Er⸗ ſcheinungen vorgeht. Wenn ihnen nun dieſe mangelten, wenn in dem kleinen Kreiſe der Dinge, die ſie umgeben, nur wenig Gegenſtaͤnde ihre Aufmerkſamkeit reizen konnten, wie ſollten ſie Anſchauun⸗ gen und Vorſtellungen von Dingen, die ihnen noch gaͤnzlich unbekannt waren, wie Namen fuͤr noch nicht exiſtirende Begriffe

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