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Am meiſten koͤmmt hierbei das Auge in Betracht, denn dieſes iſt der Spiegel der Seele, das Fenſter des menſchlichen Her— zens. In Otaheite, wie bei uns, geht der Blick des Luͤgners in die Queere, oͤff⸗ net ſich beim Staunenden, verengt ſich und ſieht ſcheel beim Neidiſchen, leuchtet mit freundlichem Glanze beim liebreichen, gefaͤlligen Menſchen, oder ſchreckt mit Finſterniß beim Muͤrriſchen. Die feinen Kuͤnſte des Malers, Muſikers, und Schauſpielers, ſo weit ſie ausdruͤckend ſind, ſind nichts als die Sprache der Na— tur, die wir mit uns auf die Welt brach— ten, aber nur durch zarten Geſchmack, feineres Urtheil und viel Sorgfalt, recht ausbilden lernten. Dieſe Sprache nun darf nicht erlernt werden, wohl aber die kuͤnſtliche, welche die natuͤrliche vorausſetzt.
2. Erfunden koͤnne die Sprache auch nicht ſeyn, denn zur Sprache ge— hoͤre Verbindung und Trennung der Moͤrter, Klaſſificirung, Dispoſition, Tak⸗ tik; alles dieſes ſetze:
a) Vernunft voraus. Nun ſey aber Vernunft blos eine Folge der Spra⸗ che, und koͤnne nicht ohne Sprache exiſti—
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