Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
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entbehrlichen, oder gleichguͤltigen, unbe⸗ deutenden Gebrauch, der davon zu ma⸗ chen iſt. So hat die Mathematik, außer ihrem unbeſchreiblich großen ſubjektiven Nutzen(indem ſie die Aufmerkſamkeit fixirt, den Geiſt gleichſam gliederlos, ſeine Vorſtellungen winkelrecht macht) einen ſehr ausgebreiteten objektiven Nutzen, weil ſie zur Meſſung der Hoͤhen, Berge und Waͤlder, zur Berechnung der Kraͤfte, zum Bau, zur Kriegskunſt und zu tauſend an⸗ dern Dingen unentbehrlich nothwendig

iſt. Auch kann er nie ganz berech⸗ net werden, weil noch immer neue

Anwendungen, bei neuen entſtehenden Gelegenheiten moöͤglich ſind. Der ſub⸗ jektive Nutzen iſt bei weitem der wichtigſte, denn das hoͤchſte Gut des Menſchen be⸗ ſteht in Vervollkommnung ſeines Den kens, Empfindens und Handelns, ſeiner Vernunft, ſeines Geſchmacks, ſeines Gewiſſens in Hinſicht auf das Wahre, Schoͤne und Gute, und hierauf hat die Gelehrſamkeit unleugbar einen Einfluß.

Sie iſt naͤmlich ein Behaͤltniß alles desjenigen(ſo fern es ſich noch erhal ten hat), was die beſten Koͤpfe aller Zeiten

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