Teil eines Werkes 
2 (1801) Beschreibung der Landwirthschaft in Yorkshire. 2
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noch eine Streitfrage. Auf das Futter kommt indeſſen viel an. Cine ausgehungerte Färſe wird nicht nach dem Bullen im erſten Jahre verlan- gen« Es verſiehet ſich, daß eine beygelaſſene

"jährige Färſe hernach nicht im Futter zurückge- ſeßt werden muß. Wird ſie, ſo lange ſie träch-

tig, ſchlecht gehalten, ſo ſeßt man ſich vieler Ge- fahr beym Kalben aus. Zieht man ihr nachher Futter ab, ſo ſteht zu beſorgen, daß ſie das fol- gende Jahr güſte bleibt, Hieraus läßt ſich mit ziemlicher Sicherheit ſchließen, daß die Frage, ob es wirthſchaftlich ſey, die Färſen im 2ten Jahre zu milchen oder nicht, ſich nur nach der Beſchaffendeit des Bodens und der Lage ent- ſcheiden läſſet. In gutem Boden und bey-gün-

ſtigem Klima, wo die Färſen nicht vom Anfange* an zurückbleiben, kann man fie, meiner Meinung

nach, beym Bullen laſſen, ſo wie ſich der Natur-

trieb nur zeigt. In weniger glücklichen Lagen

und auf magerer Weide ſcheint es mix ausge-

gemacht, daß man die Färſen nicht vor dem 2ten

Jahr zum Bullen laſſen muß.

Da die jeßige Theurung des Viehes bloß von wirklichem Mangel entſtehet, ſo ſcheint mir dieſes ein Gegenſtand von großer Wichtigkeit für das ganze Land zu ſeyn. Ohne den unge- heuern Zufluß des irländiſchen hätten weder die

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