Teil eines Werkes 
2 (1801) Beschreibung der Landwirthschaft in Yorkshire. 2
Entstehung
Seite
313
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313 diger des frühen Beylaſſens behaupten, daß ſie eher Ertrag haben, und bey der jeßigen hohen Pacht das Jungvieh nicht 3 Jahre unnüß fut- tern können. Die Gegner erwiedern dagegen, daß bey dem Beylaſſen im 3ten Jahre die Fär- ſen nicht im Wachsthume- geſtört und ſchönere Kühe würden, als wenn ſie ſo früh kalbten, Indeſſen iſt mir bis jeßo noch niemand vorge- kommen, der Verſuche angeſtellt hatte, um auszu- mitteln, welches von beyden Verfahren das vor? theilhafteſte* ſey- Der Gärtner ſucht möglichſt zu verhüten, daß ein Baum frühe Früchte trägt, weil»er dadurc< im Wachsthume geſtört wird, und es iſt in der Rückſicht einige Aehnlichkeit zwiſchen dem Pflanzen- und Thierreiche. Thut es indeſſen der Kuh"keinen Schaden an dem Mäſten, dem Kalben und der Milch, und alſo feinen andern, als in Anſehung ihrer Größe, ſo ſcheint mir der Cinwand von ſelbſt wegzufallen. Wenn aber das frühe Kalben nicht der Kuh allein, ſondern auch ihrer Nachkommenſchaſt Nach- theil bringt, ſo hat der Tadel allerdings Grund. I< bin lange der Meinung geweſen, daß es nüklich ſey, die Färſen bey dem Bullen zu laſ: ſeit, ſo bald ſich der Naturtried zeigt. Gegen- wärtiger Vortheil iſt ſicher dabey, und ob eine große Kuh mehr als eine Mittelkuß bringe, iſt