Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
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544 Belemnit

Fändig feucht, aufgeſchwollen und hervor- ragend, auch laſſen ſie Spuren eines Blut- fluſſes an ſich bemerken, die einige Tage vor ihrer Paarung ihren ſichtbaren Anfang nehmen. Der Hund oder das Männchen wittert die Hündinn faſt auf allen Schrit- ten, doch währet es wohl 6=-7 Tage, ehe ſie ihn zuläßt, als welche Zeit von ei- nigen die Vorpräſche genannt wird, Sie beläuft fich ſodann auch mit mehrern Hunden, zieht aber gern die größten und längſten Hunde den übrigen vor, ohne dar- auf zu achten, ob ſie häßlich oder gut ge- wachſen ſind 3 daher es denn kömmt, daß manchmal eine kleine Hündinn einen grö- ßen Bullenbeißer wirft, Daher entſtehen die Augartungen, die manchen Hundelieb-

habern ungelegen find. Es können die

Hunde dur) das Belaufen, wenn ſie dariun zu viel oder zu wenig thun, an ihrer Ge- ſundheit großen Schaden leiden. Die Enk- haltſamkeit unterdrückt die Ausdünſtung, macht ſie niedergeſchlagen und gleichſam umnebeltz ſie verfallen oft in ein 2iebesſie- ber, zehren fich ab, und gehen ein. Die Unmäßigkleit aber bewürkt größeres Unheil, z. B. Blindheit, unausſtehlichen Geruch u. fw. Von Pferden ſ. ZBeſchälen.

Belemnit, Alpſchoßſtein, Luchs- ſtein, Belemnites, lapis Lyncis, iſt ein länglichtrunder, kegel= oder walzen- förmiger Stein, mehrentheils bräunlich von Farbe, zuweilen auch ſchwärzlic), ſel- ten dur<ſichtig. An dem Boden oder un- terſten Ende, welches breiter als das obere ſte iſt, haben dieſe Steine eine fegelförmi- ce Höhle, oder ſind mit einer andern Stein- art oder Erde von kegelförmiger Figur aus- gefüllt; ſonſt ader beſtehen ſie aus Strei» fen, welche von dem Mittelpunite nach dem Rande zu laufen. Jhr Urſprung iſt

Belons

noch ungewiß, indem man ſie theils als geweſene Seegewürme, theils als aus dem Urine des Luchſes entſtandene Steine, wes- halb ſie auch Luchsſteine heißen, anſehen will. Thieriſchen Urſprungs müſſen ſie wohl ſeyn, und man findet ſie hin und wie- der in Deukſchland. Man hat ſie vormals ohne Grund in der Heiktfunſt zum Beſten der Mänſc<en und dex Thiere gebraucht; ſie ſchicken ſich aber beſſer für Mineralien- ſammlungen«

Belladonna, ſ. Dollkraut.

Bellen, wird von Hunden geſagt, wenn ſie laut ſind. Man muß diejenigen Haus- und Hofhunde für die beſten halten, welche zum Bellen und Anſchlagen recht munter ſind, und dadurch ſogleich anzeigen, daß Fremde ſich annähern oder bereits im Hauſe und auf dem Hofe ſind. Die ſehr großen Hofhunde ſind am wenigſten zum fleißigen Bellen geneigt; man muß ihnen daher in der Jugend kleine Hunde zugeſel- len, damit ſich jene von dieſen das fleißige Bellen angewöhnen mögen,

Von den Füchſen wird ebenfalls dieſes Wort gebraucht, wenn ſie ſich hören laſſen, welches gemeiniglich geſchieht, wenn ſich das Wetter ändern oder trübe werden will. Auci) ſagt der Weidmann: die Jungen bellen, wenn ihnen ibre Nahrung zu lange ausbleibt,

Belſochen, Löcher in Harzbäume bohren, um ihnen das Harz abzuzapfen.

Belons, ſind gewiſſe, ſonderlich in Spanien übliche Lampen, welche auf einem ſilbernen Geſtelle ſtehen, das unten einen ſehr breiten Fuß hat. Cine jede hat 8== 12 Röhrchen, durch welche der Docht ge- het3 daher ſole Lampen einen überaus hellen Schein geben, welcher dadurch noch

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