Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
Seite
543
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Bekreiſen

fialt aus, daß eine achtzehnfüßige Oude dratruthe durch 15-16 Bund Stroh, welche 2 Fuß im Durchmeſſer halten, be dect wird. Dieſe Arbeit nennt man das Vorſireuyen. Nun wird eine Hand voll Roggenſtroh mit der linken Hand zuſam- mengedrehet, und mit der rechten, der 2Län- ge des Ufers nach, queer über die Vorſtreu- ung 4=- 6 Zoll tief in die Erde oder in den von der ablaufenden Fluch genugſam- ge- näßten und feſt gewordenen Sand geſteckt. Dieſes geſchieht mit einer beſonders dazu gemachten Spicknadel,(ſ. dieſe, auch Kramp.)

»Bekreiſen, geſchieht von dem, um einen Wald oder ein Revier deſſelben her- umgehenden, Jäger, um zu ſehen, ob das Wildpret, welches er irgendswo hin- eingeſpurer, nicht etwa anderswo wieder heraus gefommen ſey,

Bokrippen, geſchieht inden Marſch- ländern, wenn das Ufer eines Deiches mit einer Krippe, d. i. mit einem geflochtenen Zaun, umgeben wird,

Belatten,|f. Latten,

Belaufen, wird von Hunden geſagt, wenn ſie ſich nach ihrem Triebe und eige- nem, Gefallen zuſammenfinden, und ſich begatten. Werden ſie aber dazu beſonders ausgeſueht, und zuſammengebracht, ſo heißt es Delegen, Bey der zahmen Schweinezucht, wenn das männliche Schwein, der Beyer, Kempe u,|. w. frey umher geht, oder unter den übrigen Schwei- nen mit geweider wird, ſagt man auch von der Begattung der Sau, ſie beläuft ſich, oder hat ſich mit dem Boyer belaufen,

Beleg, Belegſchein, Belege- zettel, alſo nennt man bey einer Rech- nung die Quittungen und Beſcheinigungen,

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Belegen 543 wodurch ſowohl Einnahme als Ausgabe bewieſen und juſtificirt werden. 4

Beleg, nennt man auch die unter vem Markſteine in die Erde gelegten un- verweslichen Körper, z. B, Steine, Koh- len u. dgl,, um die Steine,-wenn ſie durch Zufälle oder durch die Länge der Zeit un» kenntlich werden, dadurch wieder zu erken- nen, daß es Markſteine, und ſie von andern nichts bedeutenden Steinen zu unterſchei- den find, um allem Streite vorzubeugen. Man pfiegt dergleichen Belege auch wohl Zyer zu nennen.

Belegen, ein bey dem Gartenbau ſehr gebräuchliches Wort, da man die Luſt- ſtücke, Luſtwieſen und Berge mit Raſen beleget, Die Springbe>en werden auch mit ſteinernen Platten oder mit Bley be» leget.

Belegen, heißt Thiere, nach eige nem Gefallen, mit einander paaren, und wird ſowohl von Hunden als Pferden geſagt,

Bey dem Belegen der Hunde hat man zu merken, daß man zu einer alten Hün« dinn einen jungen muntern Hund, hinge- gen zu einer jungen Hündinn einen alten guten Hund zu nehmen pflegt. Noch beſe ſer aber iſt es, wenn Hund und Hündinn jung, oder noch in ihren beſten Jahren ſind, Iſt die Huündinn belegt, und man bemerkt, daß ſie einpfangen oder ſich bezogen hat, muß man ihr mehr Freyheit, fie nicht mehr zu ſtark arbeiten, jedoch auch nicht ganz ſtill und müßig liegen laſten. Im zo0ten Monate werden die mehreſten Hunde für fahig zum Belaufen gehalten. Der- nd iſt allemal dazu bereit, nicht aber die Hun» dinn, deren Hike 10=- 14 Tage vdauerk. Zu ſolcher Zeit find ihre Geburtstheile be-

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