Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
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. fen Rennen davon. Der Vogel fliegt

nach, und läßt ſich an ſeinem Freſſen durch nichts hindern. Nimmt man ihn hernach auf die Beize, ſo ſtößt er auf das Wild, hängt ſich an den Kopf, und hackt ihm die Augen aus, worüber das Wild in Angſt geräth, und ſtill hält, da denn der Jäger Gelegenheit erlangt, ihm ohne Gefahr beyzufommen, und es zu erlegen, indem es mehr auf den Vogel, als auf den Jäger, Achtung giedt,

Bekämpung, heißt in Niederſach»-

- ſen die Einſchließung eines Stück Ackers

mit Gräben, oder die Umzäunung, um daſſelbe irgend wozu beſonders zu nußen, Das Hauptwort, Ramp oder Rampf heißt in Niederſachſen vorzüglich) ein mit einem Gehege eingeſchloſſenes Stück Feld, das aber gemeiniglich von nicht jehr gro- ßem Umfange iſt. Daher auch beym Forſt- weſen das Wort Eichelkamp, d, i. ein eingehegter Plaß, in welchem Eichen auf- gezogen werden, um ſolche in der Folge auspflanzen oder verſeßen, oder ſolche auf der Stelle ſtehen und fortwachſen zu laſſen.

Bekanten, geſchieht von Zimmer- leuten, wenn ſie an dem Kopf oder Ende

- eines Pfahls die 4 EFen abhauen, um ei-

nen eiſernen Ring darum zu legen, damit derſelbe bey dem ſtarken Stoße des Ramm» Floßes Richt aufſpringe.

Bekfleiden, heiße in ver Baukunſt, im vorzüglichen Verſtande, etwas Stei- nernes von außen mit dünnen Maxrmoxr- platten, mittelſt des Küttes, daran befeſti- gen, da es dann läßt, als wenn alles aus Marmor wäre, ſ. auch Bekleiduntten. Der Gärrner bekleidet eine Wand oder Mauer mit Latten oder Stangen, um die Aeſte der Geländerbäume zur Rechten und

'Bekramp

zur Linken geſchickt anzubinden, und hies durc) die Mauer mit Laubwerk zu bedecken,

'Der Rohblenbrenner bekleidet, bedeckt

oder belaubet ſeinen Meiler, wenn er ihn mit Erde oder Kohlengeſtibe bedecr,(ſ, auch beflüſchen.) Die beſte Bekieidung der Meiler geſchieht mit ausgeſtochenen viereckigen Raſen, welche ſo feſt in einan= der geſchlagen. werden können, daß kein Rauch durchdringen kann.

Bekleidung, Futtermauer, iſt das Mauerwerk, welches die Crde eines Walles an ſeiner äußern Seite zurückhält und ſiübßek,

Bekleidungen, Berfieidungen, die Bedeckung einer Wand oder Mauer, wozu, außer der obgedachten Marmorbe-

kleidung, auch das hölzerne Tafelwerk,

oder Panele, und das Schaa!werf, ins gleichen die Bewürfe, Gypsbekleidungen und Verblendungen, wie nicht weniger die Bekleidungen mit Bley, Kupfer und«Ci- ſen gehören. Die Bekleidungen der Zim mer mit Tapeten ſind die gewöhnlichſten. Manche Herrſchaften halten mehr auf Schildereyen, und andere wiederum auf koſtbar eingelegte Holzarbeit; noch andere laſten neuerlich die Wände, ſtatt der Tape-

- ten, mit eingeſireuter foſtbarer Bildhauer-

arbeit laFiren, welches zwar prächtig, aber nicht dauerhafte, iſt. Für die Muſik ſind untapezirte Zimmer die beſten, weil ſich zu viel Schall in die Tapeten verliert,

Bekrampen, iſt eine beſondere Ar- beit an den Sandbänken, Sandhügeln und Sandbergen, neben den Küſten des Meeres und den Ufern der Seen. Man nennt dieſe Arbeit auch Strohbeſtickung, Man nimme langes Roggen- oder Wai- zenſtroh, oder auch belaubte Sträucher, breitet dieſe Dinge über das Erdreich En

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