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man muthmaaßet ihn nur, wenn das Thiex nicht auftritt, großen Schmerz äußert, und ſich eine Geſchwulſt an der Krone zeigt, wiewohl man dieſe Kennzeichen auch bey andern Krankheiten wahrnimmt. Hr. D. Frenzel merkt'hiebey an, daß die Fußkno- jenbrüche bey Zugthieren öfter vorfommen,
„als ſie vermuthet werden, und er habe bey
öfterer Beſuchung der Schindanger dieſes nur gar zu oft befunden ,, und vorzüglich auf denen bey großen Städten, wo ſehr viele Zugpferde durch das heftige Fahren, und Fahren mit großen Laſten zu Grunde gerichtet werden. Ungeſchiter Hufbe«- ſchlag kann auch oftmals daran Schuld ſeyn, indem die beyden Lafoſſe, Water und Sohn, das ſtarke Auswirken und die ho- hen Stollen als die Urſachen angeben. Zur Heilung dieſes Bruchs kann weiter nichts geſchehen, als die Sohle ausnehmen, den Schaden, wie mehr erwähnt, behandeln, und das Thier ſo lange im Stalle erhalten, bis ſich eine neue Sohle erzeugt hat. Hier- auf kann man das Pferd, wo möglich, auf die Weide ſo lange gehen laſſen, bis es vollkommen geneſen iſt.
Der Hruch des Rronenbeins
entſteht zuweilen, wenn durch eine ſtarke
Anſtrengung die Beugeflächſe nicht entzwey reißt, ſondern dieſe Gewalt auf das Kro»- nenbein wirkt. Dieſen Bruch zu erkennen, muß man den Fuß vorwärts ziehen, den Daumen der einen Hand auf die Krone legen, und auf das Geräuſch Achtung ge- ben, welches allemal hierauf bey ſolchem Bruche merklich wird. Selten ritt das Pferd bey dergleichen Brüchen auf die Zä- he, ſondern weitöfterer auf das Hintertheil, um den Schmerz zu verringern. Auch hier iſt ſelten eine gute Heilung zu erwar- ten. Meiſtens entſteht hieraus eine Stei- figkeit des Fußes, und eine gänzliche Ver-
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wachſung der drey Fußknochen, Es gehört alſo dieſer Zufall zu den unheilbaren Kno- <enbrüchen.
Der Bruch der Stirn- T7aſen- und Rinnbackenbeine entſteht von ei- nem heftigen Schlage, und wird an einer Grube dieſer Knochen bemerkbar, wenn feine äußerliche Verleßung zugleich gegen- wärtig iſt, wird aber ſelten eher bemerket, als bis eine beträchtliche Entzündung und Geſchwulſt gegenwärtig iſt, Sollte ein ſtarker Biutfluß einen ſolchen Bruch ver» muthen laſſen, ſo.muß man eiligſt die äuſ: ſern HautbedeFungen durchſchneiden, und vas eingedrückte Stück Knochen, vermit- telſt des Bohrers, entweder in die Höhe heven, und in ſeine alte Lage bringen, oder, welches der Folgen halber beſſer gethan iſt, das Stück herausnehmen. Hierdurch wird der Ausfluß des Eiters, welcher hier ſel- ten zu verhindern iſt, befördert, und der gemeiniglich daraus entſtehenden Krankheit des Roßes vorgebeuget. Nach der Anboh- rung ſprikt man lauwarmes Waſſer, oder eine Abkohung von Pappeln, Gerſte und Odermennig, oder lauwarme Milch ein, wenn ſchon Eiter angeſammelt ſeyn möchte, und ſekt dieſe Einſprißungen bis zur vollen- deten Heilung fort.
Der Sruch des TT7ußbeins iſt nicht allein ſecywer zu erkennen, ſondern bleibt faſt immer unheilbar, wenn man auch gleich die Sohle abnimmt, und alles anwendet, eine Heilung zu bewürfen,
Der Bruch) der Rippen kömmt in Stutereyen und andern Thierzuchten, be- ſonders da, wo die jungen Thiere des Nachts über in Ställen gehalten werden, oft vor, wenn ſie wieder ausgelaſſen wer«- den, und ſich alsdenn an den Thürpfoſten drängen und die Rippen zerbrechen. Er entſteht auch durch ein Fallen auf Klöße
und
fen ein Rami Drich


