Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
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Beinb

und Steine, imgleichen durch das muth- willige Schlagen der anderu Pferde; bey dem Hornviehe aber dur das Stoßen mit dem Gehörnein die Seiten. Dieſer Bruch, wenn er ſich nicht durch Zeichen einer Krank» heit zu erkennen giebt, oder die Spißen des Knochens nicht hervorſtechen, einen innern Theil oder die Hautbede>ungen verkeßen, wird ſelten einmal beobachtet; heilt mei- ſtens geſchwind, und läßt ſelten Spuren zurück. Bemerkt man aber zeitig einen ſolchen Bruch, und vermuthet Gefahr, ſo muß man bald mit Aderlaſſen und kühlen- den Mitteln eilen, um.nicht eine Entzün- dung des Rippenfells, der Muskeln und der innern Theile entſtehen zu laſſen. Nach- hero wird diefer Zufall entweder der Natur allein überlaſſen, oder man macht Bähun- gen, oder beſtreicht die Gegend oft mit Kamphergeiſt, Das Einrichten der Rip- pen aber iſt ſelten möglich, auch ſelten- chig, weil ſie bey dem Zerbrechen nur we- nig oder gar nicht aus ihrer Lage weichen. Es hat auch wenig, außer bey Scaatspfer- den, zu bedeuten, wenn ſie ſchon nicht ganz gerade auf einander ſtehen. Gehen die gebrochenen Spißen der Rippen aber einwärts, und verleßen ſie Pulsadern, oder andere edle Eingeweide, ſo iſt keine Rettung möglich.

Der Bruch des Vorarims iſt am allerſchwerſten zu heilen, wie alle Knochen, auf welchen die g-nze Körper'aſt des Thie- res ruhen muß; worüber bey den Fußkno- <enbrüchen bereits vorhin alles geſagt worden..

Die Brüche der Rückenwirbel- beine, des Schuaulterblatts, der Siach:-ifortſätze u. a. m. veranlaſſen ſel- ten eine beſchwerliche Heilung, wenn ſie nämlich nicht ganz zerſchinettert ſind. Die Brüche der Wirbelbeine, die den Körper

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ſelbſt betroffen haben, ſind meiftentheils eödtlich, und äußern ſich dur< Lähmung, Zuckungen u, ſ w., unter welchen das

Thier erſtirbt. Doch kann man bey dieſen.

Erſcheinungen niche immer ſicher urtheilen,

weil oftmals ein ſtarker Druck auf das-

&Fenmark das nämliche bewirken kann.

Der Bruch der Knorpel kömmt ſelten allein vor, iſt mit wenig oder gar feiner Gefahr verfnüpft, und heilet durch die Natur von ſelbſt. Hr, Wolſtein leug- net die Brüche der Knorpel ganz, weil fie ſich nie abblättern.

DerBruch der Anſärze wird öfters durch einen Schlag oder Stoß bey jungen Thieren hervorgebracht. Die Erkenntniß iſt faſt immer ſchwer, und beruhet allein auf der Bewegung des Theils und dem Geräuſche, welches der anſtoßende Kno» <en bewirkt. Außer den zu empfehlenden Bähungen und der-Ruhe iſt nichts zu hun, was die Heilung befördern könnte.:

Zerbrochene Beine der Schaafe, Ziegen, Schweine und Hunde wer= den, wie bey den größern Thieren, wieder eingerichtet, mit Wolle, die in Branndt= wein oder Wein eingeneßt iſt, umwickelt, und ſodann mit einer Schiene gut verbun den. Zerſplitterte Knochen werden aber mittelſt eines Cinſchnitts herausgenommen, wenn eine Heilung erfolgen ſoll. Es ils aber im leßtern Falle beſſer, die eßbaren

"Thiere abzuſchlachten, als mit ſelbigen eine

mißliche Cur anzuſtellen.

Iſt jedey Knochenbruch gefährlich, ſs vermehren Quetſchungen, Zerrungen des Marks, und das Verderben dex, das Zel= lengewebe des Knochens anfüllenden, Maſ=

ſe, oder der Bruch an der Stelle, wo die

Pulsader in die Subſtanz des Knochens geht, und das Zerreißen oder Stechen der Nerven, Flechſen, Muskeln, Blut» und

Puls=

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