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ſtet wird. Man hat und braucht in der Haushaltung ſowohl größere als kleinere Beile, z. E, zum Anfertigen allerley Acker- geräthe, zum Spalten und Kürzerhauen des Küchenho!lzes, zum Abkappen der Wei- den, Rüſtern u. ſ: w. Es erhält aber die- ſes Werkzeug nach ſeiner verſchiedenen Ges ſtalt verſchiedene Namen, als Hand- Breit-
Zangbeil;(f. dieſe.)
Beinaſche, olla calcinata, pul- verilataz heißt das feine Pulver, welches aus ſehr flar geriebenen und durchgeſiebten, gebrannten oder calcinirten Knochen der
' Kälher, Rinder, Schöpſe u. dgl. gemacht
wird. Man bedient ſich vornehmlich die- ſer Aſche in der Probierxkunſt zur Verferti- gung der Kapellen,.
Beinblättern, Abblätterung der Knochen, beſtehtin kleinen Schup- pen oder Blättern, die entweder von ſelbſt, oder vermittelſt der Kunſt, merklich oder unmerklich, von den Knochen abgehen, wenn ſelbige durch irgend eine äußerliche Verlez- zung der freyen Lufr ausgeſeßt, oder durch einen ſcharfen Citer angefreſſen werden, Die Knochen der jungen Thiere blättern ſich leichter ab, als die der alten, und die
' der kleinen Thiere auch leichter als die der
größern Thiere. Die flachen oder ſchwam-
- michten Knochen blättern früher ab, als die
feſten Röhrknochen 3 und dieſe wiederum früher, wenn die Verleßung an den Enden, und ſpäter, wenn ſiein der Mitte derſelben, allwo ſie am feſteſten find, geſchehen. Aekmittel ſchaden bey angeſreſſenen Kno- den, indem ſie unter ſich einen neuen Beinfraß erregen, und immer weiter äßen. Geiſtige Mittel wirken theils zu langſam, thetis fönnen einige eben ſo wie die Aeß- mittel ſchaden. Ihnen allen iſt daher das giühende Ciſen, der Meißel und der Per=
BeinbZ/-/ forativtrepan vorzuziehen;(ſiehe Bein«- fraß.)
Beinbrechfkraut, Beinbrech- gras, Beingras, Knochenbre-
-<er, gelbe Waſſeraffodilwurz,
Gramen oſlifragum, Anthericum oflifragum L. Vaterland: das mit- ternächtliche Europa, auch an verſchiede» nen Orten Deutſchlands, auf Schlamm- grunde. Blätter: ſchmal- ſchwerdtför- mig. Schgaft: 6--12 Z. hoch, mit einigen wenigen Blättern beſeßt. Plus men: in einer lockern Aehre, klein, blaß- gelblich. Straubfäden: wellig. Dieſe Pflanze iſt, wegen der ihr zugeſchriebenen wunderbaren Eigenſchaft und Wirkung, längſt bekannt geweſen, und hat auch da- von ihre Benennung erhalten, inden man vorgiebt, daß das davon freſſende Vieh fraftlos werde, und die Knochen ſo weid) würden, daß man ſie um einen Stoc win- den könne. Linnäus hält dieſes, wie auch, daß, nach der Schmoländer Worgeben, die Schaafe von diefem Kraute geſchwinde fett würden, in dem folgenden Jahre aber Würmer im kKeibe davon bekämen, und ſtürben, für eine Fabel 3; indeſſen muß man die Pflanze doch zu den verdächtigen rechnen, da ſie ſchon im Geruche etwas Giftiges verräth 3 und doch meldet der Bi- ſchot Gunner, daß in Norwegen die Och« ſen ſolc<e im Frühjahre gern und ohne Schaden freſſen.
Beinbruch, entſtehe ſowohl durch innerliche Urſachen, z- B. durch den Bein- fraß u. ſ, f., als auch durch äußerliche, z. B, durch Fallen, Schläge und andere Ge= waltthätigkeiten. Man theilet die Bein- brüche in einfache, wo keine Werlekung der äußern Bedeckung und Muskeln 3 und in vermentce, wo dieſe äußern Theile zu»
gleich


