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gleich verleßt worden, oder auch eine Ver- renfung des zerbrochenen Knochens gegen wärtig iſt. Auch ſind ſie nach ihrer Tren» nung verſchieden. Als unvollkomimene, wo der Knochen nicht ganz durchgebrochen iſt; und vollFommene, wenn die Tren- nung ganz durch den Knochen geht. GQueerbruci), wenn der Bruch in der Queere; Schiefbruch, wenn ſolcher ſchief geht. Schlitz- oder Spaltbruch, wenn der Knochen der Länge der Fibern nach von einander geriſſen; zerſchmet- teiter, wenn der Knochen an einer Stelle ganz zerquetſcht und zermalmtiſt.
Die Kennzeichen des Beinbruchs ſind dieſe: die Thiere verrathen beym Anfühlen viel Schmerz; man hört beym Befühlen oft ein Geräuſch 3; die Bewegung des Theils wird gehindert; das Glied wird entweder kürzer oder länger 3; es verliert ſeine gewöhn liche Geſtaltz iſt erhöht oder eingedrückt; es entſteht eine Entzündung, Eiterung, Brand. Bey vermengten Brüchen ſieht man oft Splitter; es entſtehen ſtarfe Blu-
* tungen, Geſchwulſt, Spannungen u, ſw, „Aus dieſen angeführten Kennzeichen iſt zu
ſchließen, daß die Erkenntniß der Bein- brüche oftmals ſehr ſchwer ſey, und die Beurtheilung derſelben behutſam geſchehen müſſe, um bey der Heilung keine Fehler zu begehen.
Beinbrüche ſind nicht für unheilbar zu achten. Site ſind aber ſchwer zu heilen, wenn es Beine der Thiere ſind, worauf ihre Körper ruhen und womit ſie Bewegun- gen machen müſſen. Die gebrochenen Beine bey jungen Thieren heilen weit eher, als bey alten 3 bey kleinen Thieren weit
leichter, als bey größernz die einfachen
weit geſchwinder, als die vermengten. Es kömmt überhaupt alles auf die Beſchaffen- heit des Körpers, der Säfte und des Als
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fers der Thiere an, und ob das Thier der Mühe und Koſten werth iſt, Wiele Bein= brüche, als des Darmbeins, der Rippen u. a. m, heilen oſt von ſelbſt, ohne die ge- ringſte Hülfe des Arztes. Dieſer bemerkt bey der Heilung: xt) die Vereinigung der Knochen, oder das Zurübringen in ihre natürliche Lage; 2) dieſe Theile in der ge- hörigen Lage zu erhalten; 3) allen Zufällen vorzubeugen und abzuhelfen, und 4) die Cur, ſo viel als möglich, zu beſchleunigen, Er unterſucht daher die genaue Beſchaffen- heit des Bruchs; drückt oder zieht die Thei» le allein, oder vermittelſt eines Gehülfens, in die natürliche Lage; richter ſie. genau wieder gegen einander, daß man keine Un- gleichheit mehr ſpürt 3 daß das Glied we- der zu lang noch zu furz iſt; die Splitter, die vom Knochen abſtehen, und ſich nicht wieder vereinigen laſſen, muß er abneh- men, und überhaupt die natürliche Geſtalt des Theils wieder herzuſtellen ſuchen. Iſt die völlige Wiedereinrichtung geſchehen, ſo muß man die Theile ſo lange feſthalten laſſen, bis man die nöthigen Schienen und Binden angelegt hat, die zur Feſthaltung des Knochens erforderlich ſind,
Bisweilen iſt eine ſtarke Geſchwul! zugegen, wobey zu erwägen iſt, ob ſie von der Verlekßung der Theile erregt, und ob die Einrichtung der Theile wohl möglich iſt, Wäre dieſes nicht der Fall, ſo muß man erſt die Geſchwulſt durch warme, mit Wein oder Branndtwein verſeßte, zertheilende Kräuterbrühen zu benehmen ſuchen, und damit ſo lange anhalten, bis nach der zer- rheilten Geſchwulſt eine Wiedereinrichtung möglich iſt. Nach angelegtem Verbande bringt man das Thier in den für ihn be- ſtimmten Stand, wo man ſoles entwe- der frey ſtehen läßt, oder, wenn es Pferde ſind, in die vom Hru, v- Sind angewieſene
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