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ERAT ZU
525 Begräbniß
deſſelben; geſammeltes Regenwäſſet, wenn:
man dieſes leßtere nur immer in hinlängli= <er Menge häben oder aufbehalten kann z Quell- und Brunnenwaſſer iſt zu hart, Muß man es aber gebrauchen, ſo thut man wohl, wenn es in großen Gefäßen einige Tage hindurch der Einwirkung der Sonne und Luft ausgeſeßt wird. Manche pflegen auch dieſes leßtere Waſſer mit Schaafmiſt, worunter ſich kein Stroh befindet, zu ver- mengen, und wenn ſolcher durch 6fteres Umrühren zergangen iſt, es auszuſprengen. Das aus den Miſkpfüßen genommene Waſ- ſer iſt den meiſten Gartengewächſen zu ſcharf; es muß daher mit anderem reinem Waſſer ſehr verdünnt und unſchädlich ge-
macht werden, Findet man unter den ge-
künſtelten Waſſern zum Begießen, z, B. einen Theil Salpeter und zween Theile Salz, beydes aufgelöſt und vermiſcht, von Ehriftſtellern:angerathen, ſo muß man, wenn man die Koſten nicht ſcheuet, gleiche
- und. noch„mehrere Vorſicht gebrauchen.
Endlich muß man wiſſen, daß das Begie- ßen der. Gartengewächſe in trocknen und heißen Jahren zwar ſehr mühſam ſey, daß aber dieſe. Gewächſe in ſol<en Jahren am beſten gedeihen, vorausgeſekt, daß man ein fleißiges Begießen nicht unterlaſſe.
- Begräbniß, Gruft, wird das
- Gewölbe genannt, worinn die fkodten Kör-
per vornehmer Perſonen eben ſo beygeſeßt,
gleichwie die todten Körper Anderer in der
Erde vergraben werden, Dergleichen Ge- wölbe werden zuweilen mit Inſchriften, auch wohl mit Statuen, ausgeziert, Wenn ſie auf Kirc<höfen, außerhalb der Stadt, an- gelegt werden, können ſie, wenn deren
Inſchriften ſeltene Verdienſte um das ge
meine Beſte beſchreiben, die Nachkommen zur Nacheiferung ermuntern, und alſo ſehr
Begraſen
nüßlich werden.. Jn den Kirchen werdet“ ſie, wie das Begraben der Leichname darinn! überhaupt, unter uns immer ſeltener, wel hes ſehr gut iſtz. und vornehme Familien» ſollten, wenn ſie ein hergebrachtes Recht! zu den Begräbniſſen in den Kirchen haben, ſich von ſelbſt deſſelben begeben, und dara! auf bedacht. ſeyn, daß. an Oertern, wo, phyſikaliſche und moraliſche Reinigkeit herr- ſchen ſoll, dieſer Reinigkeit und einer da- von abhängenden geſunden Luft auf feine Weiſe ein Eintrag geſchehe. Das A, L. R. Th. Il. 5, 184. ſage davon alſo: In den Kirchen, und in bewohnten Gegenden der:
werden,
Städte, ſollen keine Zeichen beerdigt:
Begraſen, wird vom Weideviehe ge-.
ſagt, wenn es auf der Weide anfängt zuzu- nehmen. VWiele Bauergemeinen. können ihr Vieh nicht ſo ausfüttern, daß es, wenn der Winter vorüber iſt ,- gut bey Leibe ſey. Auch: unter ſolchen Gemeinden ,.: denen es nicht an genugſamer Winterfütterung fehlt, und die ihr Vieh im Frühjahre früher oder ſpäter auf die- Weide gehen. laſſen, ſagt man: es begraſe ſich; indem es in den er- ſten Wochen von dem jungen Graſe dünn-
leibig wird, den Durchfall bekömmt, und:*
daher etwas abnimmt z wenn dieſer Zufall aber überſtanden iſt, hört der Durchfall auf, und die Thiere erholen ſich wieder, und nehmen zu, Jn manchen Ländern ge-
braucht man hiervon die Redengart: die- Grasſtaupe haben, und ſolche überſte-. hen, Man kann aber dieſe Grasſtaupe ent-
weder ganz abwenden, oder doch ſehr lin- dern, wenn man das Vieh vor dem An-
fange des Maymonats, da das Gras noch zu jung, auch zur völligen Sättigung noch“ nicht hinreichend iſt, inglöſchen kalte Tage, Nachtfröſte und Reife die Weide noch gar;
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