Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
Seite
525
Einzelbild herunterladen

ders rühe nzue Ber ah. ug, einer wms oſſer Id zu

tim 2 das pröde führ: ' Bi neh ſchon

ne-

Son- mäßig wee, Som y der ganz nieder gam wieder dieſes gießen n auch 1gegen laſſen haten,

it wird funden | in ges e nict nenen ; aufs enn ſie

Nah

Betzießen

Nachefröſte beſorgen, ihre Pflanzen reiche lich begießen, und ſie dennoch gut durche bringen. So fand ich im Vorſommer 1795 einen Forſtbedienten, der des Abends, wenn Froſt zu beſorgen war, ſeine jungen Bäume in der Saatſchule tüchtig begießen ließ, und ſie davurch- rettete, da hingegen Andere während der nämlichen Zeit über großen Verluſt an ihren zarten jungen Bäumen durch die Maynachtfröſte klagten, Eben ſo war es in dem nämlichen Jahre mit den Feldfrüchten. Seit der Hälfte dieſes Jahrhunderts haben unſre Felder von Zeit zu Zeit von den Mayfröſten in manchen Jahren ſehr viel gelitten. Jn dieſem. Jahre haben wir bey gleicher Tem- peratur oder gleichem Froſigrade wenig oder nichts gelitten, weil es in den vorhergehen- den Tagen an häufigem Regen nicht gefehlt Hatte, ſo, daß von der dadurch in der Er- de und Luft befindlichen Feuchtigkeit das Getraide gegen die Abendzeit und noch nach derſeiben in ſtarte Nebel eingehüllt war. Die kälteſie Nacht war in dieſem 1795ſtien Jahre die Himmelfahrtsnacht, da wir des ' Morgens darauf unſre Getraidehalme in Eis eingehüllt und nach dem allmählichen Aufthauen doch nicht erfroren fanden. Bey den ehemaligen ſchädlichen Mayfröſten bin- gegen hatten wir vorher tro>ne Witterung gehabt; woraus denn erhellet, daß die durch Nebel, Luft und Begießen unſern Gewächſen verurſachte Näſſe nicht gerade» zu ſür ſchädlich zu erklären ſey, ſondern man durch fern:re Beobachtungen zu meh» rerer Gewißheit in dieſer Sache zu gelan- gen ſuchen müſſe. So viel aber iſt durch aligemeine Crfahrungen ausgemacht, daß ſtarker, anhaltender, und unmittelbar auf Nachtfröſte folgender Sonnenſchein den Gewächſen Verdkrben zuziehe. Das all- möhliche, und nicht jählinge, Wiederauf-

-- w-.--|-> IEE nähe, ume Es I=- YA: Zandliatten= San rute anf<< SEEHOTEL geri SE eg in inn nin 7 AED ME nemen M uma SIN SRI RIN SER SN SEN BENS NC 4 8 diinn. venen ie ie dn il Mn<< zZ M0005

Begießen 525

thauen derſelben iſt ihnen heilſam, weil die außere von Nebel oder Reif entſtandene Eisrinde ſich in Waſſer auflöſet, und Waſſer, wenn es nicht warm, ſondern falt iſt, den Froſt wieder ausziehet 3; wie wir ſolches in unſern Haushaltungen mit Aepfeln und Eyern, die vom Frofte gelitten, zu machen pflegen, wenn wir aus ſolchen den Froſt durch kaltes Waſſer, worein ſie ges legt werden, wieder ausziehen laſſen, Die. Werkzeuge, derer wir uns zum Begießen oder Beſprengen bedienen, ſind die gewöhnlichen Gießfannen, die man auch in einigen Gegenden Sprikfäſſer nennt, gemeiniglic) ganz von Blech und roch angeſtrichen ſind, und das Waſſer als einen Regen von ſich ſprühen. Mit der Zeit werden ſie vom Roſte angegriffen und löchericht, weshalb die von Kupfer am längſten dauern,- dagegen aber auch ſchwerer in der Hand zu führen ſind,. Zum Begießen der Hecken gebraucht man eine große Waſſerkanne oder Kuffe auf einem niedrigen Wagen, mit Walzrädern, an

deren Bodenſtücke das Waſſer durch einen-

Hahn in eine blecherne Röhre gelaſſen wird, welche eine Menge kleiner Socher oder Schnäuzchen hat, durch welche das Waſſer, gleich einem Regen, an die He >en geſprikt, und im Fortfahren ganze Wände befeuchtet werden. Die großen Engliſchen Raoſenſtücke werden am beſten begoſſen, wenn man in dem dabey liegen- den Waſſerbehälter eine Handſpriße eine ſest, und. durch einen daran befeſtigten Schlauch mit gehörigem Mundſtücke das. Waſſer überall hinleitet und umherſprißtz ſo wie man auch Bäume, deren Laub und Früchte man erquicken will, auf ſolche Weiſe gleichſam beregnen läßt. "Das beſie Waſſer zum Begießen iſt freylich Flußwaſſer, und, in Ermangeiung Nun 3 deſſel-