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KINE
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dern. Erfordert es die Nothwendigkeit, daß bey Regenmangel junge, erſt aufge- gangene, oder noc< aufgehen ſollende Ge- wächſe begoſſen werden müſſen, ſo muß eine Gießkanne mit ſehr feinen Löchern ge- braucht werden, weil eine weit gelöcherte in zu ſtarfen Strahlen oder Tropfen das Waſſer fallen läßt, und dadurch entweder die fleinen Sämereyen oder ihre zarten Wurzeln aus der Erde herausgewaſchen werden. Der- nämlichen Urſache wegen muß auch die Gießfanne bey zarten Ge-
roächſen ſehr niedrig gehalten werden, da--
mit hoch herabfallende Tropfen den. gedach- ten Schaden nicht anrichten mögen. „Das erſte. Begießen der verſekten
Pflanzen wird meiſtens das Antzießen
derſelben genannt, wenn nämlich das Erd- reich oder die Witterung zu heiß und tkro- >en iſt. So werden bey dieſen Umſtän- den z, E,. Salat- Sellery- Kohlpflanzen u. ſ. w. angegoſſen, wenn ſie aus dem Saatbeete aufs Pflanzenbeet verſeßt wer» den, und man fährt mit dem Begießen von Tage zu Tage ſo lange fort, bis man merkt, daß ſie-gut eingewurzelt ſind, und fort- wachſen, und auf Regen warten können, Man pflegt auch die eingepflanzten jungen Bäume zu begießen, wenn das Erdreich tro>en iſt, als bey welcher Beſchaffenheit des> Erdbodens die Baumpflanzungen am ſchicflichſten unfernemmen werden. Hie- bey wird am beſten verfahren, wenn der junge Baum, ſobald die Wurzeln mit Er- de bedeckt ſind, und über ſolchen no? Raum bis zur Ausfüllung der ganzen Grube ge- laſſen worden iſt, mit Waſſer reichlich an- gegoſſen wird, damit ſich die Erdtheilchen an die Wurzeln überall anſchmiegen oder ſie ſolche umgeben können, Man nennt dieſes auch die Däume einſchlämmen, wodurch man ſie auch am gewiſſeſten fort
- Bezzießen
bringt. Dieſes Verfahren iſt beſonders
bey den im frühern Herbſte oder im Früh- jahre einzupflanzenden Bäumen ſehr anzu- rathen, Kann aber in der Folge das Be- gießen der gepflanzten Bäume ihr Wachs- thum befördern, ſo wird eine Vertiefung, oder, in der Gärtnerſprache, ein kleiner Keſſel um den Stamm des jungen Baums gelaſſen, damit das beygegoſſene Waſſer ſich in dem Keſſel zuſammen halten und zu den Wurzeln gelangen könne.
Die Tageszeit zum Begießen iſt im Sommer die Abendzeit, da die Sonne das
Land theils nicht durchbrennen und ſpröde.
oder hart machen, theils auch die zugeführ- te Feuchtigkeit vom Begießen oder Bes ſprengen nicht ſogleich wieder hinwegneh- men fann, GSo viel aber kann auch ſchon vor, in und nach den Mittagsſtunden ge- ſchehen, daß man gewiſſe, von der Son- nenhiße ganz erſchlafſce, Pflanzen mäßig beſprenge und gleichſam wieder erwece, Man hat ſolches z, B, in den leßten Som- mern beſoinvers an den Gurfen geſehen, de- ren Blätter, von der Sonnenhiße ganz welf auf die Erde hingeſtrect, danieder f'agen. Wurden ſie am Tage einigcmal
beſprengt, ſo ſtanden ſie alsbald wieder.
auf und wurden ſteif, Wo man dieſes that; zund das gewöhnliche Avendbegießen mit zur Hülfe nahm, erzeugte man auch einen Ueberfiuß von Gurken, da hingegen viele andere, die das Begießen unterlaſſen
hatten, oder doch zu wenig darinn thaten,
völlig leer ausgiengen,
Zur Frühjahrs- und Herbſtzeit wird das Beſprengen in den Morgenſtunden und zwar deshalb angeratheny weil in ge- dachten Jahreszeiten die Nachtfröſie nicht außen bleiben, Doch ſind wir Defonemen in dieſem Punkte noch nicht ſo ganz aufs Reine, inden; manche unter uns, wenn ſie
Nacht»
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