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Begattungst
Bey Staltfühen findet es ſich öfters,"
daß die jungen angehenden Kühe, wenn ſie drey oder mehrere Jahr alt ſind, nichtrindern
wollen. Hier mußman nicht ſeine Zufiucht.
zu reizenden Mitteln, z« B. zu Spaniſchen
Fliegen u. ſw. nehmen, und ſolche einge;
ben.- Dieſes. kann öfters zu-großem Ver- derben des Thieres gereichen, worunter das geringſte dieſes iſt, daß eine Kuh dadurch zum Rindern zwar kann erweckt worden ſeyn, allein ſie verfällt gar leicht hernach in ein unordentliches und ſtätes Rindern, daß
die Milch davon fäſicht und nicht recht nuß-- bar, ober die Geſundheit und das Zuneh-' men einer ſolchen Kuh auf immer geſtört.
wird. Derbeſte Rath iſt diejer, daß man, wenn Ochſen auf dem Hofe gehalten werden, die junge Kuh mit ſelbigen allein auf dem Hofe herumgehen laſſe, Dieſe machen ſich gleich an das junge Thier, und verſeßen es über furz oder lang durd) ſtätes Nach- laufen und Aufſpringen in Brunſt, daß es hierauf gar bald den Bullen wird zulaſſen wollen.
Bey vielen Stuten äußert ſich der Forkpflanzungstrieb bereits, wenn ſie zwey Jahr alt ſind, man pflegt ſie aber nicht gern vor dem-dritten'Jahre belegen zu laſ- ſen. Manche Landwirche warten damit, bis die jungen Stuten vierjährig geworden ſind. Cs giebt hieund da Bauergemeinen, welche junge Hengſte und Stuten auf der Weide ohne Unterſchied zuſammen gehen und ſich ſolche ſo frühzeitig, als es immer ſeyn mag, begatten laſſen. Allein da ſte her'es auch ſehr ſchlecht mit der Pferde- zucht; man findet hier nichts, als fleine ungeſtaltete Pferde,
Ungleich beſſer iſt es da, wo fein jun- ger zweyjähriger Hengſt auf die Weide ge- laſſen, und die Stuten durch die Hengſte
der 2andesobrigkeit, oder gewiſſer ſo-ge--
Begießen 523
nannter Hengſtreuter belegt werden. Die Stuten äußern ihren. Begattungstrieb ent« weder im oder ohne Beyſeyn eines Bes ſchälers. In beyden Fällen uriniren ſie oft und ſpielen mit andern Stuten oder mie Wallachen, freſſen wenig, ſehen wild aus, öffnen und ziehen das Geburrsglied zu, und laſſen, welches das Hauptmerkmal iſt, ei- ne weiße fliebrichte und beſonders ſtark rie» <hende Feuchtigkeit, Hippomanes.genannt, herausfließen, oder ſprüßen ſolche wohl gar aus, Geſchieht das lektere, wenn ſie dem Hengſte vorgeführt werden, ſo kann»man glauben, daß ſie ihn willig annehmen, und nicht ſchlagen werden, da man denn beyde nun zuſammen laſſen fann. Siehe 25e- ſchälen.
Begehen, wenn der Förſter den Wald fleißig beſucht,
Begehren, iſt bey der Jägerey 1) die Brunſt der Hirſche beyderley Ges ſchle<ts 3; 2) wenn ein Wildpret anſeßt, dem Jagdzeuge zu entgehen, und überzue: ſeßen, ſo ſagt man auch, daß. es begehre.
Begießbottich, iſt bey dem Brau- weſen ein großer eichener Bottich oder eine Wanne, welche 1* auch 2 Winspel Ge- traide nebſt vem nöthigen Waſſer in ſich faſſen fann, und worinn man die Gerſte, die der Brauer zu Malz machen will, mit Waſſer zum Auffeimen begießt. Er iſt mit ſtarken eiſernen Bänden verſehen, und hat in ſeinem Boden entweder einen Zä- pfen oder beſſer einen meſſingenen Hahn, damit, wenn die'Gerſte genug gekeimt hat, das Waſſer abgezapft werden kann,
Begießen, eine bey der Gärtnerey befannte Verrichtung, um das Fortwache- ſen der Pflanzen theils zu befördern, theils: ihr: Vertronen oder Cingehen zu verhin:
Uuu 2 dern.


