Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
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5 20 Beerh

und Norwegen bereitet man aus den Bee» ren einen-Wein,

2) Weiße 2c. E. album oder ereQum, Vatertand: Portugal. Stenttel: auf- recht, holzig, zerbrechlich, äſtig, 12 Fuß hoch, dunfelfarbig. Blätter: zahlreich, furz, ſc<mal, gewöhnlich je drey und drey, dunfelgrüun, MBlumen: klein, an den obern Theilen der Zweige, im Jun, und Julius, Beeren: ſehr weiß, durchſich- rig, reif im Herbſte, Man ſoll aus ihnen eine wohlſchmeckende Limonade. verfertigen fönnen.

Beyde Arten verlangen einen feuchten Boden- und laſſen ſich fortpflanzen, 1) durch Abſenker, welche im Herbſte ein- gelegt, im folgenden Herbſte abgenommen, mit möglichſt vieler Erde aufgenommen, ſo kange, bis ſie ſich eingewurzelt haben, gut begoſſen und beſchattet, und nachher nur vor der Unterdrückung vom Unfraute geſi- cyert werden müſſen. Wenn man ſie auf moräſtige Pläße pflanzet, woſelbſt ſie vor» trefſlich fortfommen, ſo mitß der Raſen und anderes Kraut abgeſiochen, der Boden umgegraben und fein gemacht werden z nachher aber kann man ſie ohne weitere Cultur fortwachſen laſſen, weil ſie ſogar unter dem nachher wieder hervorſprießen- den Unfrante ſehr ſchön in die Augen fal- len. Die erſte Art treibt oft ans ihren ge- ſtre&ten Zweigen freywillig Wurzeln in die Erde,=- 2) Durch den Saamen: Man ſäe dieſen ſchon im Herbſte, ſobald die Beeren völlig reif ſind, weil er ſonſt erſt im zweyten Frühjahre aufgeht, auf ei- nen feuchten; ſchattigen Plaß, halte die Pflänzchen den ganzen Sommer rein, be- gieße ſie bey trockner Witterung oft, wie- derhole ſoiches auch im zweyten Sommer, und. verpflanze ſie, wenn ſie zwey Jahre alt ſind, auf die ihnen beſtimmten Stellen,

Befehl

weil fie alsdann groß genug dazu zu ſeyn pflegen. Man kann den Saamen aber auch ſogleich an Ort und Stelle ſäen, und ob dann gleich die jungen Pflanzen, wenn der Boden ſumpfig iſt, oft zwiſchen den übrigen Kräutern ſo gut hervor kommen, als ob ſie daſelbſt einheimiſch wären, ſo muß man dennoch ſolche Kräuter, welche einen großen ſtarken Wuchs haben, ſo wie ſie hervorſprießen, ausjäten, damit die jun- gen Pflanzen von ihnen nicht unterdrückt werden,

Beermoſt, Vorlauf, Borlaß,

- Beerwein, der Moſt, der von ſich ſelbſt

vor dem Preſſen abläuft. Da dieſer Wein feine Gewalt von der Preſſe ausgeſtanden, und daher nichts herbes von Hülſen und unreifen Beeren an ſich hat, ſo iſt er der beſte, und wird gemeintglich nach. dem Vergähren Beerwein genennt,

Beerreiß, iſt eine kleine Ruthe, wel- <e zum Vogelfang bey den Sprenkeln um den Baum gewunden wird, um die Bee» ren darinn zu befeſtigen,

Beek, ſo nennt man. den abgetheils« ten Raum der Aeker und Gärten. Ein jeder ſolcer Raum hat nach der Verſchie- denheit ſeiner Beſtimmung auch verſchie- dene Namen, als z. E. Acker- Blumens- Garten- Miſt- Saat- Pflanzbeet.

Befehden, einen Streit, ohne Zu- ziehung des Nichters, nach eigener Will- führ mit den Waffen ausführen, Dieſes iſt in Deutſchland durch den im J. 1502 zu einem Reichsgrundgeſeße publicirten Landfrieden bey ſchwerer Strafe verboten.

Befeyl, Mandat, beißt eigentlich, wenn ein Landesherr aus eigener Bewe- gung gewiſſen-Perſonen etwas anbefiehlt,

Weng