Beerb
hinter dem Kutſchenfaſten angebracht iſt, und worauf die Bedienten ſißen können.
Beerbank, bey der Ziegelbrennerey eine hölzerne Bank, auf welcher der Thon mit eiſernen Meſſern zerhackt wird, damit alle kleine Steine herausgeſunden und weg- genommen werden können. Nachdem der Thon in den Löchern oder Kaſten der Zie- geley durch aufgegoſſenes Waſſer hinläng- lich erweichet worden, ſo wird er auf die Beerbank gelegt, mit den Meſſern zer- haft, und die Steinchen werden, ſo viel möglich, herausgeſucht.
Beere, bacca. Eine jede ſaftige oder fleiſchichte Frucht könnte man eine Beere nennenz es wird aber zu einer je- den Beere erfordert, daß das ſaftige We- ſen den Saamen völlig umſchließe, und alſo einen nothwendigen Theil der Frucht ſelbſt umſchließe, nicht aber etwa ein an- derer Fruchttheil dicke und ſaftig erſcheine, und dem nacenden Saamen gleichſam zur Befeſtigung diene. Die Frucht an der Erdbeere iſt gar keine Beere, ſondern ver nacende Saamen ſißt nur auf dem wei- chen und ſaftigen Blumenbeete, und bey der Maulbeermelde wird der Kelch roth ge- färber und ſaftig, und dieſer umgiebt nur einigermaaßen den ſchwarzen Saamen, Cs müſſen alſo die Saamenkerne von einem ſaftigen und fleiſchigen Weſen um und um umgeben, und dieſes noch mit einer dün- nern Haut umwicelt ſeyn, wenn man die Frucht eine Beere nennen ſoll.
Unter den Beeren ſelbſt iſt einiger Un- terſchied.- Wenn jede Beere vor ſich an einem beſondern Stiele ſikßt, heißt man ſok- <e ſchle<htweg Beere; wo aber viele an einem gemeinſchaftlichen Stiele, vder trau benweiſe bey einander ſißen, heißt man ſol- dje Deerchen(acinus), wie bey dem
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Hoklunder- und Johannisbeerſtrauche. Big» weilen ſind auch viele kleine Beeren unter einander verwachſen, und machen gleich- ſam nur eine aus, wie bey den Maulbe&« ren, Brombeeren, u. ſ. f., da denn die klei- gern auch 2cini heißen, welche eine zuſam- mengeſeßte Beere, baccam compolitam, ausmachen.
Beerhacke, Beerfraute, das leßte Behacken der Weinſiv>ke um Ae- gidii, wenn die Beeren ſchon groß und auss gewachſen ſind,
Beerheide, Rauſch, Rauſch- beere, Krähen- Trinkel: Moo8- ÄFen- Avenbeere, Steinraute, Felſenſtrauch, empetrum L.
ri) Schwarze, geſtreckte oder ſchwarzbeerige Heide, E. procum- bens, nigrum. Waterland: das fältere Europa in bergichten ſumpfichten Gegen- den. Strentgel: holzig, zähe, röchlich, geſtrefe, MBlätrer: zahlreich, ſchmal, gewöhnlich je 3=-4 beyſammen, dunfel- grüne Dlumen, an den Seiten der Zwei- ge, in Menge, klein, grünlichweiß, im May, Jun. und Jul. und sft den ganzen
Sommer-hindurc<ß. Meeren: ſchwarz,*
etwa ſo groß wie Wacholderbeeren, der Saft purpurroth, Die Birkhühner gehen ven Beeren ſo ſehr nach, daß man ſte meis ſtens da, wo diefe Pflanze einheimiſch iſt, antrifft. Die Kamtſchadalen pflegen die Beeren in Menge zu fammeln, den ganzen Winter über aufzubewahren, und zu ver- ſchiedenen Speiſen zu gebrauchen. Man. färbt mit ihnen firſchfarbig, und die Be- trüger kochen ſolche mit Fiſchfett und Alaun, und geben durch dieſen Anſtrich den Fellen der Zobel und Seebiber einen ſchöneny ſchwarzen blendenden Glanzz In Jsland
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