Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
Seite
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SPE I< 5 0129

FES...* ZIERLUIE Bedeckte Gänge, ſind in den Gär-

ten entweder von der Natur oder von der Kunſt gemachte Spaßiergänge, um bey heißer Wirterung darinn ſpaßieren zu kön- nen. Won der erſtern Art ſind die nach ei- ner geraden Linie gepflanzten Bäume, die hernach durch Verſchränkung der Aeſte in einander an den Seiten dichte gemacht, oberwärts aber die Aeſte ſo gegen einander gebogen werden, daß ſie zuſammen einen Bogen bilden, Die fünſtlichen werden von dem ſo genannken Latten- oder L7a- gelwerbe zuſammengeſeßt, indem man von zuſammengenagelten dünnen eichenen Latten Wände bildet, die man kreuzweiſe

dergeſtalt verbindet, daß ſie kleine VWier-

ecke oder Rauten biiden. Man giebt ih- nen auch mancherley architektoniſche Zier- rathen, als Pfeiler, Bogen, u, ſ. f. Dieſe Gänge aber müſſen nicht zu hoch ſeyn, da- mit ſie deſto eher von den neben gepflanzten Gewächſen überde>t und grün werden. Cs iſt daher genug, wenn ſolche künſtliche Gänge den dritten Theil höher als breit ſind, und die Bogen ſelbſt werden ge- druckt gemacht. Zu Ende ſolcher Gän- ge werden Kabinette, Kuppellauben, und andere dergleichen Zierrathen von Nagel- werk geſeßt. Man zieret ſie nach der Bau- kunſt, und ſekt oben Zierrathen von zuſam- mengezogenen Gefäßen, Geländern u. ſ. f. darauf: Zum VBegrünen dieſer Gänge braucht man Geißblütße, wilden Jasmin, Weinſtöcke u. dgl.7 die, wenn ſte heran wachſen, um die Bogen geleitet, und ſlei- ßig unter der Scheere gehalten werden,

Bedeichen, mit einem Deiche ver- ſehen,

Bedielen, heißt beym Bauweſen, wenn der Fußboden der Zimmer und Ge«- mächer mit Brettern oderDielen belegt

Bedientenp

wird. Für die Bauerhäuſer in Schweden empfiehlt Hr. Wynblad ſtatt der Bedielun- gen des Bodens über den Stuben und Kammern folgendes Verfahren: Man kann auf dem Boden auf die Bretter als ein Eſtrich erſt Moos unterlegen, darüber eine Maſſe von durcheinander gearbeiteten tehm, Sand und Spreu, oder gehackten Pferdemiſt, auch Sägeſpäne; alles wird fet geſchlagen und dicht übergeſtrichen, da- mit es feine Riſſe bekömmt, Dieſes giebt einen dichten und feſten Boden, hält den untern Raum warm, und dient zu einem guten Fußboden des Bodens.

Bediente, darunter verſteht man

bey hohen Herrſchaften vornehmlich die

Domeſtiquen, welche Livree' tragen; was aber ohne folche geht, und zu beſſern Ver- richtungen gebraucht wird, begreift man unter dem. Namen der Rammerleute, Officianten, Gausofficiers. Perſo- nen beyderley Geſchlechts, welche zur Er- ziehung der Kinder angenommen werden, ingleichen Privatſelretairs, Kapläne, und andre, die mit ißren erlernten Wiſſenſchaf- ten und ſchönen Künſten vem Hauſe Dien- ſte leiſten, ſind nicht für bloße Hausoffi- cianten zu achten, und alſo auch in keinem Falle zu häuslichen Dienſten verbunden. 258 20-10 DiE 55.6. 19775-

Im kaufmänniſchen Verſtande heißen alle einem Handelsherrn in ſeinen Geſchäfſ«- ten zur Hand gehende Perſonen Bedien» te, z. CE, die Factors, Buchhalter, die insbeſondere ſo genannten Handels- oder Zadendiener, u, ſ, w.

Bedientenvolſter, an einigen Kut- ſchen, ſonderlich an RNeiſekutſchen, das mit Käiberhaaren ausgeſtopfte, und mit ſchwarzem krauſen Leder überzogene Pol- ſter, welches hinten auf dem Wagenzeſtelle

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