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nichts durchlaſſen. Demjenigen, welcher dergleichen Rinden in geringen Preiſen Haben könnte, und Brücken unterhalten muß, würde es ſehr zu ſkatten kommen, fich ſolcher, gleich den Holländern, die ſol-
-<e doch ſehr tcheuer bezahlen müſſen, zur
Ueberdeung der Unterbrückbohlen zu be- dienen, und die Oberbohlen darüber zu be- feſtigen. Und dd die Schwediſchen Dä- <er außerordentlich flach ſind, ſo könnte man ihre Bedachungsart da, wo feine ſteile Dächer anzubringen wären, mit einigen Veränderungen bey uns verſuchen, beſon- ders was das Theeren der Fugen oder viel- leicht der ganzen Steinbedeckung betrifft. Es kann manchen Landwirchen darum zu khun ſeyn, das Verfahren der Schweden bey ihrer nur gedachten und übrigen Beda- <«ungsarf zu wiſſen, und denſelben nach» zuahmen. Der Schwede, Hr. Wynblad, Hat auf königl. Befehl ſeine von den Reichs- ftänden im J. 1765 gebilligte Beſchrei- bung der Bauerhäuſer in den Druck gege- ben, und darinn die in Schweden übliche Bebvachungsart angeprieſen, weshalb ich folche zum Beſchluß dieſes Artikels noch
'anführen will: Cs ſcheint, ſchreibt er,
diejenige Bedachung am wenigſten zu fo» ſien, wenn man bey der im Lande gewöhn- lichen Art, die Häuſer mit Birkenrinde zu decken, verbleibt, und dieſe Rinde mit gro- bem Sandkies, oder mit Flieſen, oder mit Schiefer, oder auch) mit Schmiedeſchlacken belegt, Torf muß nicht gebraucht werden, weil ey die Birkenrinde in Fäulniß bringt, indem er das Waſſer zu lange bey ſich be- jält.
- Ein Dach von Ziegelſteinen iſt auch ſehr gut, wenn fie aus gutem Thon berei- ret und gut gebrannt worden ſind. Dieſe platten Dachſteine müſſen an den Seiten mit dem Finger geriffelt werden, ehe man
Bedäch
ſie brenne, damit das Waſſer nicht in odex durch die Fugen laufen könne. Die am wenigſten koſtbare Art dieſer ſteinernen Da» <er iſt dieſe, daß man erſt an der Seite ſchräg gehobelte halbe Bodenbretter beym Fuße des Daches feſt nagelt, varauf über die Sparren Latten 1.2 Zoll von einander bis oben hinauf legt und feſt nagelt, auf dieſe dann die Dachtiegel nach der Richt- ſcheibe„mit ihren Naſen oder Zapfen ein- hängt, und zwar reihenweiſe von unten bis oben auf den Dachrücken hinauf, alſeo, daß ſie mit ihren untern Enden immer zween Zoll über einander zu liegen kommen. Ueber die Giebelmauer müſſen ſie ein Paar Zoll hinausragen, und daſelbſt vermörtelt werden, dergleichen auch auf der unterſten Reihe auf den Fußbrettern geſchieht; die Seiten der Steine aber befeuchtet und He- ſtreiMt man mit einer dazu bereiteten Mauerſpeife oder Kalkvermiſchung, und zwar ſo, wie man einen nach dem andern aufhängt, wobey man ſie ganz dichte an einander ſchiebt, damit durch die Fugen kein Waſſer durchdringen könne, als welches durch die geriffelten Höhlungen ablaufen muß. Die Mauerſpeiſe zur Beſtreichung
"dieſer Fugen wird von geſtoßenem und fein
geſiebtem Ziegelmehle und von gutem Kalke bereitet, damit es die unten anzuführende Probe halte. Zur Zubereitung des Zies gelmehls bedient man ſich einer langen höla zernen Stange mit einem unten daran bes feſtigten Stößer, womit man den auf eis nem harten ebenen Kieſel- oder Felſenſteine liegenden Ziegelſtein zu Mehl zerſtoßen Fann; oder hat man eine Hebeſtange mit einer Wippe, worein der Stößer oben foſt gebunden wird, ſo geht die Arbeit deſto leichter von ſtatten. Bey dieſem Mörtel iſt dies die Hauptſache, daß man gut ge- brannte Kalkſteine wählet, oder im Noth-
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