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Bedach
den, welche noch recht qut halten, und bisher gar feiner Ausbeſſerung bedurft haben.
ZDretrerbedachuntten ſind nicht ſo holzfreſſend, als Schindeidächer der erſten Art, da man zu den Schindeln das beſte Holz nimmt, und wovon ſehr vieles in die Spähne geht. Es ſind aber die Bretter- bedachungen von mancherley Holze ver- ſchieden. Denn entweder werden ſolche nur bey ganz ſchlechten Gebäuden auf eine furze Zeit gemacht y und daher die Bret- cer, welche man wieder zu etwas anderm brauchen kann, von unten bis oben ſo'über einander genagelt, daß immer das folgen- de Brett erliche Zolle über das untere über- tritt. Oder ſie werden gemacht, um auf längere Zeit zu dauern, und die Stelle anderer tüchtigen Bedachungen ſo lange zu vertreten, bis beſſere Materialien zur Hand ſeyn können. In dieſem Falle nagelt man ſie auch queer über die Sparren, ſchmiegt ſie aber auf beyden Seiten ſtark nach außen zu hängend, und übernagelt die Fugen mit oben abgeſchrägten Leiſten, die nach ihrer 2änge Fall haben, damit kein Regenwaſ- ſer eindringen, ſondern überall einlaufen tönne.
Wenn ſtarke Leiſten 4=- 5 Fuß aus einander queer über die Sparren eingelaſ- ſen und vernagelt werden, ſo können auch die Bretter nach der Dachſeite herunter- wärts mit den Sparren gleichlaufend be? feſtigt, und entweder verdoppelt werden, ſo daß die obern Bretter allemal die Fugen der untern decken 3 oder die erſten Fugen werden blos mit beſondern Leiſten verſehen, der Forſt aber mit gut zuſammen geſchmieg- fen Brettern von beyden Seiten deſſelben nach der Länge des Daches verwahrt. Bey dieſer leßtern Bedachung hat das Waſſer einen freyen Ablauf, und wenn die Bretter
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Bedach 515
eben in der Länge geſchnitten werden kön» nen, wie es jede Seite erfordert, ſo wird es ein ziemlich gutes Dach, das ſich im- mer einige 20 Jahr halten kann, beſon= ders wenn es, und andere Bretkdächer, von außen gut getheert, gedichtet und Sand oder Hammerſchlag in den noch weichen Theer geſtreuet wird. Das Anſtreichen mit Delfarbe findet nur bey Luſthäuſern Statt.
Dieſe Dächer haben die Unbequemlich« feit, daß ſich die Bretter werfen, nämlich, daß ſie ſich entweder in der Mitte heraus» oder hineinwärts biegen, je nachdem die Kern- oder Herzſeite nach außen oder innen gelegt worden iſt, welches durch die ab- wechſelnde Feuchtigkeit und Troenheit, auch durch ihr Schwinden entſteht, Hier« durch werden die Nägel losgeſprengt; es entſtehen Oeffnungen, die Näſſe dringt herein, und es entſtehen hie und da offene Aſtlöcher. Man hat dieſem Uebel dadurch abhelfen wollen, daß man alle Bretter in der Mirte durchgeſchnitten, und beym Ge- brauche Herz- und Splintſeite zuſammen geſtoßen hat, Wenn dieſes auch wirklich gut ſeyn kann, und das Werfen verhindert, ſo iſt es doch wegen der vielen dadurch ents ſtehenden Fugen, die ſämmtlich wieder zu übernageln ſind, dem Landmanne eben nicht anzurathen, Cben ſo wenig ſind die in Schweden üblichen Bretterdächer anzurathen. Denn außer der erſten ein- fachen Bretterbede>Xung werden ſie noch be- ſonders mit DirFenrinde benagelt, und dieſe alsdann mit gehauenen Stein- oder Schieferplakten, oder auch mit gebrannten Flieſen, belegt, und die Fugen übertheert. Nußlich aber iſt es, hiebey zu bemerken, daß die Birkenrinden gleichſam lederartig ſind, und wenn ſie dichte an einander ge- nagelt ſind, bey der Näſſe aufquellen und
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