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rör Perſonen, daraus entſtehe können; welcher Herrſchaft mag damit woh! gedient feyn? Ein treuer Banſenmeiſter muß al- ſo dergleichen Unfug nicht nur nicht dulden, ſöndern auc), wenn er Anzeigen dazu ver- merkt, es bem Heren in eiten anzeigen, damit dieſer entweder die Ablader umände: xe, oder ſo ſchlichre und richte, daß ſeine feute auf keinerley Weiſe ausſchweifen, wenn ex ihnen zumal ſelbſt miteinem guten Beyſpiele vorgeht.
Ablanden, wenn ein Schiff vom kände abgeht oder abſeegelt.
Abläutern, 6, Abſchsumen.
Ablager, f. Aung:
Ablang, fat. Oblongum. Eine - äblange Figur iſt diejenige, welche länger als breit iſt, wie ein Oval, ein Vierec>, davon zwey gleichlauſende(paratleie) Sei» . ten länger, als die zwey andern ſind
AMolaß, bey dieſem Worte will mari hier nicht der koslaſſung von Süundenſtras fen gedenfen, die in der Römiſchen Kirche ertheilf wird, nach deren Grundſäßen die Strafe der Sünden, wenn ſolche auch be- reits vergeben iſt, doch) noch nicht gänzlich erlaſſen ſeyn ſoll, Man will hier nur eine Dorfluſtbarkeit, die ſo genannte Kletrer- ſtante, die in einigen Gegenden mit dem Namen des Ablaſjes belegt wird, anftüh- ren, Dieſe beſteht varinn, daß die jutigen Manttsverſonen auf den Dörfern an einer geraden, von ihrer Schaale oder Rinde entblößten, und mit einer fetfen Materie überſtrichenen Stange, nach einem äufge- ſteckten Gewinn hinaufklettern, und ſich hernach in den Wirthshäuſern mit Trinken und Tanzen erluſtigen. Dieſe Uebung iſt gar nicht zu mißbilligen, weil ſie bey FeU:- ersbrünſten, beym Bauen und Niedervei-
Ablaß
ßen der Gebäude, bey Anlegung eines Seils an den Gipfeln der Bäume zum bequemen AusſiösFen derſelben, beſonders-aber in Kriegsdienſten, als worinn die Neufranken ißre jutige Mannſchaft eben ſo ſehr, als im Rennen oder Laufen, üben, gar ſehr nüße lich ſeyn Fann,:
Ablaß, Wüſigerinne, Feilfiu- der, Freyarche, iſt bey den Waſſer- mullern die Schleuſe, durch welche das überfiüßige Waſſer vor dem Studer(ſ. die- ſes) auf die Seite geſchafft wird. Dieſes geſchieht durch das Aufziehen eines großen
- Schußkbrettes, welches mittelſt einer Kette,
die ſich um eine Welle windet, bewerkſtel- liget wird» Braucht der Müller mehr Waſſer, ſv wird das Schußbrett um ſo viel hinabgelaſſen, damit es ihm das bensthigte Waſſer wieder verſchafſe, Das Herablaſe ſen des Schußbrettes wird das Stiſchü- zen, und das Aufziehen das Aufſchützen genannt. Es giebt öfters zwiſchen den Müllern und Anwohnern an den Uſern der kieinen Flüſſe, Bäche und Seen große Streitigkeiten über das Zuſchüßen, wenn ſolches von jenen zur unrechten Zeit ge22 ſchießt, und dadurch die Wieſen und Vieh- triſten überſchwemmt oder außer Stand ge- ſelt werden, daß ſie abtro>nen und hiemitk ven Graswuchs und Heugewinnſt beför- dern. Es ſind zwar wohl überall kandes- gefeße vorhanden, welche den Müllern das Zuſchüßen von Walpurgis bis Bartholo- mai, 9der noc< länger, unterſagenz es wird aber doch zu Zeiten das Geſeß über» ſchritten, wenn die Müller theils zu ſpät zuſchüßen, theils aber zu früh, vor dem ihnen geſeßten Termin, aufſchüßen, da denn im lektern Falle, wenn beſonders naſſe Wirterung geweſen, und dadurch die Heuärndte verzögert werden müſſen, den
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