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Die Vortheile des Ablaetirens ſind: rt) daß man dadurch einen ſeltnen Baum vermehren kann, ohne ihm Sdcaden zu thun, indem man ihm nur einen einzigen Zweig abſchneiden darf, 2) Das Fort- Fommen iſt ſichrer„%ls auf irgend eine an- dore Art, weil der an ſeinem eignen Sto>ke ſikende Zweig beſtändig ſo lange Nohrung davon zieht, bis die Vereinigung vollendet iſt. 3) Man bedient ſich dieſer Pfropfarx gemeiniglich vey Bäumen, welche in Ts9- pfen oder Kübeln ſiehen, die man nach Ges fallen heranrücken kann, Der Zweig kann abgeſchnitten werden, wenn ex 1 lang iſt, daß er füglich in die Erde hineingeht, und zieht ſodann, wenn er gleich feine Wurzeln
at, dennoch etwas Nahrung an ſich, und er bleibt faſt eben ſv gut, als wenn er an ſeinem Baume ſäße. 4) Da ſich auf ſol- <he Art ein ganzer Aſt zugleich mit ſeinen kleinen Zweigen und Knoſpen pfropfen läßt, ſo gelangt man gar bald zu einem völlig ausgebildeten Baume, 5) Man kann ſo- gar, ſo lange die Bäume im Safte ſtehen, mit Bequemlichkeit ablactiren3 indeſſen thut man doch beſſer, wenn man es im Frühjahre vornimmt, ehe die Knoſpen auf- gebrochen ſind, weil, indem die Blatter alsdann viel ausdünſten, viele Zweige, wenn ſie etwas tief eingeſchnitten werden, ausgehen, und die Pfropfreiſer, welche nur ein wenig eingeſchnitten werden, nicht ſo gut fortkommen. Uebrigens muß dieſes nicht allzu ſpät geſchehen; und wenn das Pfropfreis ſis) nicht vor dem Winter feſt genug anſeßte, fönnte man es vor dieſer Jahreszeit nichtins Gewächshaus bringen, welches in vielen Fällen ſehr beſchwerlich ſeyn könnte.
Miller, einer unſerer bewährteſten Gartenverſtändigen, ſchreibt, daß das Pfropfen durch die Annäherung das Einzige
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ſey, welches bey dem Nußbaume zu ans
ſchlage, und fügt hinzu, daß überhaupt die ablactirten Wäume beſtändig ſchwach bleiben, und nicht ſo gut, wie die nach andern Methoden gepfropften Bäume fort= wachſen, Auc)) ſagt ev, daß das ablactirte Steinobſt ſehr leicht den Krebs bekomme, Cs ſchicfe ſich dieſe Art des Pfropfens vor- nehmiich zu Bäumen, z. B. Pomeranzen- bäumen, Lorbeerbäumen u. ſ w. und alſd. zu jolcyzen, weiche langſam wachſen ,. und von ſehr dichtem Holze ſind, Er behauptet endlid), daß es ein Micrel fey, auslänvi- ſche Gewächte, welche gemeiniglich zu zart ſind, ais daß ſie ven Winter außer den(Geg« wäachShäujern ayshalten tönnten, mit uns= ſerm Klima zu natfuxaliſiren, wie eino des. ſiaändige Erſayrung in England zeige, Hatte aber obbelobier Gartenverſtändige das zu wenige Fortwachſen der ablaccitrien Bäume bemertt, ſo will er endlich, daß man dieſe Operaiion mit Pomeranzenbäu- men, welche man großwachtenv haben will, nicht vornehmen, ſondern ſie überhaupt bey Bäumen mehr aus Curioſität anſtellen ſolle, Daß man aber die ablactirten Däume wi- der den Wind in den erſten Monaten mit beygeſteckten. Stangen oder Stäben. befeſiie
gen müſſe, ſolches wird jeder Baumculti-
vateur von ſeibſt einſehen,
Abladen, heißt, beym Fuhrweſen,
die Ladung odex Fracht von vem Wagen
herunter ſchafßſen. Zu ſchwerer Fracht werden ſtarke Pacleitern,"Stricke und Seile, auch wohl andre Maſchinen erfor- dert. Die bequemſte hierunter iſt das s52- Gezeut, welches mit einem Rade an einer Welle und Getriebe, um welche ſich das Seil aufwindet, gemacht iſt. Damit es aber aller Orten gebraucht werden könne, ſo geht eine Säule.in ſtarken eiſernen Büch-
ſen,


